APA - Austria Presse Agentur

Was bringt bei Hitze ein Leintuch vor dem Fenster?

Sonnenschein ist etwas so Schönes. Aber wenn er an heißen Tagen auch auf die Fenster knallt und die Wohnräume unerträglich aufheizt, muss man ihn aussperren. Aber womit, wenn es keinen Rollladen gibt?

Schlechte Nachricht für viele Mietwohnungen: Rollläden wären der beste Hitzeschutz am Fenster - doch hier fehlen sie oft. Sind denn Leintücher an Balkon- und Terrassentür beziehungsweise den Fenstern eine gute Alternative?

Grundsätzlich ist außen an der Scheibe angebrachter Sonnenschutz wie Rollläden, Markisen und Jalousien das Beste gegen Hitze. Sie lassen einen Großteil der Sonnenwärme erst gar nicht ins Haus, sagt der Verbraucherschützer Lorenz Bücklein.

Helle Farben absorbieren weniger das Sonnenlicht

Aber wer das eben nicht hat, kann in der Not auch zu einem schnell aufgehängten Leintuch greifen - am besten in hellen Farben oder in Weiß. "Damit erreicht man bereits einen gewissen Kühlungseffekt: Die hellen Farben verhindern durch die geringere Absorption des Sonnenlichts, dass sich die unmittelbar am Fenster anliegende Luft zu sehr aufwärmt. Gleichzeitig bleibt es im Inneren hell genug", erklärt Bücklein.

Eine Lösung in Gebäuden ohne Rollläden, Markisen und Jalousien können auch Sonnenschutzfolien sein. Diese werden auf die Scheibe geklebt und reflektieren die Sonnenstrahlen.

Gute Folien können zum Teil Klimageräte ersetzen, hat die Stiftung Warentest in einem Praxistest von elf Folien ermittelt (Zeitschrift "test"; 6/2021). Die Sonnenschutzfolien haben aber einen Nachteil. Sie dunkeln die Wohnräume ab.