freestocks / Unsplash

Können Angstzustände eine Frühgeburt auslösen?

Eine neue Studie zeigt, dass Angstzustände während der Schwangerschaft das Risiko für Frühgeburten steigern könnten.

US-amerikanische WissenschafterInnen haben erforscht, inwiefern sich Angstzustände und Panikattacken während einer Schwangerschaft auf das ungeborene Kind auswirken können. Die Studienergebnisse zeigen, dass durch die mentalen Belastungen sogar das Risiko für Frühgeburten steigen kann. 

Laut "NetDoktor" bedeutet das, dass ein Säugling vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche (in extremen Fällen bereits in der 27. Schwangerschaftswoche) zur Welt kommt. Eine Schwangerschaft sollte eigentlich circa 40 Wochen dauern.

Die Untersuchung wurde im Fachjournal "Health Pschology" veröffentlicht. 

Für dich ausgesucht

Mehr Ängste in der Schwangerschaft? 

Für die Studie wurden 196 Frauen während ihres ersten und dritten Trimesters der Schwangerschaft untersucht. Laut den Studienergebnissen weißt eine von vier Schwangeren im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen ein erhöhtes Risiko für Angstzustände auf. Diese Ängste können mit der Schwangerschaft selbst oder Alltagsstress zusammenhängen. 

"Angst vor der aktuellen Schwangerschaft ist ein starker psychosozialer Zustand, der sich auf die Geburt auswirken kann", erklärte Studienautorin Christine Dunkel Schetter in einer Presseaussendung. "Heutzutage werden depressive Symptome in vielen Kliniken auf der ganzen Welt untersucht, um Komplikationen durch postpartale Depressionen für Mütter und Kinder zu vermeiden. Diese und andere Studien legen nahe, dass wir bei schwangeren Frauen auch Angstzustände untersuchen sollten".

Für dich ausgesucht

Die meisten Angstzustände im 3. Trimester

Die ForscherInnen ermittelten, dass Frauen, die schwangerschaftsbedingte Ängste im dritten Trimester hatten, meistens auch ihr Kind früher auf die Welt brachten. Darüber hinaus bestand bei Schwangeren, die im ersten Trimester generell ängstlich waren, das Risiko einer Frühgeburt. Grund dafür war vor allem, dass sie später weniger gut mit den Schwangerschaftssorgen umgehen konnten.

Die Studie zeigt, dass ÄrztInnen Frauen in der Frühschwangerschaft auf allgemeine Angstzustände untersuchen sollten, damit Betroffene im weiteren Verlauf der Schwangerschaft unter Beobachtung bleiben können. So könnten frühzeitige Geburten oder sogar Fehlgeburten verhindert werden. 

Wer eine Früh- oder Fehlgeburt erleidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken.

Weitere Informationen und Beratungsstellen zu Fehl- oder Totgeburten findest du im öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs und auf "familienberatung.gv.at"

Wenn du eine Therapie in Anspruch nehmen willst:

Du suchst einen kassenfinanzierten Therapieplatz? Hier erklären wir, wie du am schnellsten zu einem Therapieplatz kommst.

Die ÖH hat eine Kampagne für mentale Gesundheit von Studierenden gestartet. Mehr zu #talkaboutit findet ihr hier.