APA - Austria Presse Agentur

1. Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie an Lisa Rastl

Die gebürtige Niederösterreicherin Lisa Rastl ist die erste Empfängerin des Elfriede-Mejchar-Preises für Fotografie. Sie verstehe "den Akt des Reproduzierens performativ", hieß es in der Jurybegründung, womit sie "das Regelwerk der Objektfotografie sachlich vorführt und zugleich humorvoll dekonstruiert". Überreicht wird Rastl die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung am 13. April in der Landesgalerie Niederösterreich in Krems anlässlich einer Ausstellungseröffnung zu Mejchar.

Rastl wurde 1979 in Mödling geboren und lebt heute in Wien sowie dem Burgenland. Nach ihrer Ausbildung zur Fotografin besuchte sie die Schule Friedl Kubelka für künstlerische Fotografie und hat an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Klasse textuelle Bildhauerei bei Heimo Zobernig studiert. Seit 1993 ist Rastl als freiberufliche Fotografin tätig. Von 2000 bis 2012 war sie für Aufbau und Leitung der Fotoabteilung des mumok zuständig, selbiges macht sie seit 2021 gemeinsam mit Claudia Rohrauer für die Werkstatt für analoge Fotografie der Universität für angewandte Kunst.

Der Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie wurde zur Erinnerung an seine Namenspatronin von den Erben der Künstlerin ins Leben gerufen, um damit "Kunst und Kultur und insbesondere die Fotografie zu fördern", hieß es am Montag in einer Aussendung. Zudem soll die Auseinandersetzung mit Mejchars Werk lebendig gehalten werden. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und ist neben dem Preisgeld auch mit einer Ausstellung im Schloss Wolkersdorf im Weinviertel verbunden (15. Juni bis 21. Juli). Dort sind auch Arbeiten von Lea Blagojevic, Zoe Ebner und Niklas Putz zu sehen, die mit einer lobenden Erwähnung bedacht wurden. Insgesamt gab es diesmal 184 Einreichungen.