APA - Austria Presse Agentur

Ein 18-Jähriger forderte in den USA zu Schusswaffenangriffen auf

Im US-Staat Ohio hat die Polizei einen jungen Mann festgenommen, der im Internet zu Schusswaffenangriffen aufgerufen und im Haus seines Vaters Waffen gehortet hatte. Gegen den 18-Jährigen sei am Montag Anzeige erstattet worden, weil er in einem Online-Forum zur Tötung von Polizisten aufgerufen habe, teilte die Bundespolizei FBI mit.

Das FBI wirft dem 18-Jährigen vor, im Online-Forum iFunny Schusswaffenangriffe verherrlicht zu haben. Konkret soll er dazu aufgerufen haben, die auf Familienplanung spezialisierte Organisation Planned Parenthood anzugreifen und "auf alle Bundespolizisten" zu schießen. Rund 4.400 Nutzer lasen regelmäßig die Beiträge des jungen Mannes.

Bei der Durchsuchung des Hauses in der Stadt Boardman fanden die Bundespolizisten 15 Sturmgewehre und zehn halbautomatische Pistolen sowie rund 10.000 Kugeln Munition. Zudem besaß der 18-Jährige Tarnkleidung. Der Mann gab dem FBI zufolge zu, die Drohungen im Internet veröffentlicht zu haben. Er bezeichnete sie jedoch als "einen Scherz".

Nach zwei Schusswaffenangriffen Anfang des Monats wird in den USA wieder über die lockeren Waffengesetze diskutiert. Ein mutmaßlich rassistisch motivierter 21-Jähriger hatte am 3. August in der texanischen Stadt El Paso 22 Menschen getötet. Am selben Tag erschoss ein 24-Jähriger in der Stadt Dayton in Ohio neun Menschen.

US-Präsident Donald Trump hatte nach den Attacken strengere Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufern in Aussicht gestellt. Die oppositionellen Demokraten fordern aber eine umfassende Reform des Waffenrechts.

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