25-Jähriger wegen Missbrauchs einer 13-Jährigen vor Gericht

25-Jähriger hatte Mädchen am Westbahnhof kennengelernt
Gegen einen 25-Jährigen ist Donnerstagmittag am Wiener Landesgericht wegen sexuellen Missbrauchs eines 13 Jahre alten Mädchens verhandelt worden. Der Essenszusteller hatte die Schülerin im August 2023 über eine Bekannte am Westbahnhof kennengelernt. In weiterer Folge hatte er mit ihr zwei Mal sexuellen Kontakt, nachdem er ihr jeweils Bargeld gegeben hatte. Das Mädchen sei ihm als 18-Jährige vorgestellt worden. Er habe das geglaubt, meinte der bisher unbescholtene Angeklagte.

"Es gibt 13-Jährige, die schauen aus wie 17. Es gibt 13-Jährige, die schauen aus wie 13. Oder zehn", sagte Staatsanwältin Anja Oberkofler zu Beginn der Verhandlung. In diesem Fall sei offensichtlich, dass der erwachsene Mann mit einem unmündigen Kind Sex hatte. "Ihm musste klar sein, dass sie keine 14 war", verwies die Staatsanwältin auf die Videos mit zwei kontradiktorischen Einvernahmen, die im November bzw. Jänner im Rahmen des Ermittlungsverfahrens mit der Betroffenen durchgeführt wurden. Darauf ist ein sehr jung wirkendes Mädchen zu sehen und zu hören, wie sich zeigte, als eines der Videos im Gerichtssaal abgespielt wurde.

Beim ersten Treffen am Westbahnhof hatte der Angeklagte der 13-Jährigen bzw. ihrer Begleiterin - die Betroffene bezeichnete sie in dem Video als "Fake-Freundin" - 100 Euro übergeben. Danach begab er sich mit der Schülerin in ein Stundenhotel, wo die beiden jedoch kein Zimmer erhielten und abgewiesen wurden, weil das Mädchen offenbar zu jung ausschaute. In einem Skaterpark habe er dann mit dem Mädchen "gespielt und gekuschelt", wie der Angeklagte sagte. Die Betroffene hatte in ihrer kontradiktorischen Befragung die Vornahme von geschlechtlichen Handlungen an dem fast doppelt so alten Mann geschildert.

Vor dem zweiten Treffen hatte der 25-Jährige das Mädchen nachts um 2.44 Uhr angeschrieben. Nachdem er ihr 20 Euro für den Ankauf von Make-Up versprochen hatte, kam es in einem Keller zu Oralsex, wie der Angeklagte einräumte. "Ich bin nicht schuldig", betonte er vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Philipp Krasa), "ich hab' gefragt, wie alt sie ist. Ich weiß, dass man mit unter 18-Jährigen keinen Sex haben kann."

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