APA - Austria Presse Agentur

64. Song Contest: Paenda legt vor und hebt ab

Ein wenig ist es noch hin, bis am 14. Mai in Tel Aviv der Eurovision Song Contest mit dem 1. Halbfinale in seine 64. Ausgabe startet.

Im Szeneclub Grelle Forelle versammelten sich die heimischen ESC-Größen zum Abschiedsumtrunk auf die Künstlerin, die erst am 16. Mai mit ihrer ruhigen Ballade "Limits", mit der sie auf Startplatz 9 ins Rennen geht, um eines der zehn Finaltickets kämpfen muss. Paenda hebt also nicht gleich ab. Sie legt eher vor - nämlich ihr zweites Album "Evolution II". So nutzte die aus der Steiermark stammende Sängerin die Gelegenheit zur Präsentation der von ihr selbst geschriebenen Platte, die offiziell am 26. April im Handel erscheint.

"Am besten Augen zumachen und das Herz öffnen", gab Paenda als Devise für die Zuhörer aus. Angst vor den Millionen ESC-Fans habe sie jedenfalls nicht: "Ich finde es viel aufregender, vor zehn Menschen zu singen, denen ich in die Augen schauen muss." Im Wesentlichen mache sie ihre Musik aber für sich selbst. Wenn ihr Song jemandem nicht gefalle, müsse sie lernen, damit umzugehen.

Zugleich hat die 31-Jährige mittlerweile schon ESC-Erfahrung gesammelt, war das Wiener Farewell doch die Zwischenetappe einer kleinen ESC-Tour für die blauhaarige Electronikerin. Schließlich hat sie bereits an den klassischen Song-Contest-Vorkonzerten teilgenommen, die alljährlich vor dem jeweiligen Megaevent in Amsterdam und London stattfinden. Bereits morgen, Mittwoch, geht es dann noch zum Russian Eurovision Gala Concert nach Moskau.

Und fad wird der quirligen Paenda auch bis zum eigentlich Abflug nach Israel am 5. Mai nicht. So wird die Sängerin bereits am Donnerstag wieder zurück in der Heimat sein und bei den Amadeus Awards im Volkstheater auftreten.

"Paenda ist ein Wahnsinn!", zeigte sich ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner begeistert von der heurigen Kandidatin: "Ich habe selten so eine Stimme gehört. Da haut es dich vom Boot." Während sich die meisten Beobachter mit Prognosen noch vorsichtig zurückhalten, ging Zechner ins volle Risiko: "Paenda wird gewinnen."

"Es ist eine bewusst sehr ruhige Nummer", gestand auch Stefan Zechner als traditioneller Delegationsleiter für den ESC beim ORF. Entsprechend werde man bei der Inszenierung auf der Bühne auf Pyrotechnik, Feuer oder Windmaschine verzichten. Nicht verzichtet wird hingegen auf ESC-Veteran Andi Knoll. Der Stammkommentator feiert heuer sein persönliches Debüt beim Megaevent: Vor 20 Jahren, 1999, führte der damalige Jungspund erstmals durch den Song Contest - damals aus Jerusalem. Es gibt mithin auch eine kleine Rückkehr zum Jubiläum.

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