Cillian Murphy spielt die Hauptrolle im Netflix-Film "Steve".

APA - Austria Presse Agentur

74. Berlinale eröffnet mit "Small Things Like These"

Der Film "Small Things Like These" von Regisseur Tim Mielants eröffnet am 15. Februar die 74. Berlinale. Die Hauptrolle in der irisch-belgischen Produktion spielt Cillian Murphy ("Oppenheimer"). Er verkörpert den Kohlenhändler Bill Furlong, der 1985 grausame Geheimnisse des Klosters in seiner Stadt aufdeckt. Auch die Anzahl österreichischer Filme bei dem Festival wächst weiter an. Alexander Horwaths "Henry Fonda For President" feiert im Forum der Berlinale Weltpremiere.

"Small Things Like These" basiert auf einem Buch der irischen Schriftstellerin Claire Keegan. Enda Walsh, ein langjähriger Weggefährte von Murphy, schrieb das Drehbuch. Der Film zeigt die Enthüllungen über die irischen Magdalenen-Wäschereien - "entsetzliche Heime, die von den 1820er-Jahren bis 1996 von römisch-katholischen Institutionen betrieben wurden, vorgeblich um 'gefallene junge Frauen' zu reformieren", hieß es in einer Aussendung. "Wir sind sicher, dass diese Geschichte, die den Einsatz für Schwächere und den Willen, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren, vereint, alle begeistern wird", sagte Carlo Chatrian, Künstlerischer Leiter der Berlinale, der das Werk als "still und doch ganz außergewöhnlich" bezeichnete.

Horwaths "Henry Fonda For President" wird wie auch Anja Salomonowitz' Lassnig-Biopic "Mit einem Tiger schlafen" beim Filmfestival in der Sparte Forum mitrittern. Der frühere Filmmuseum-Direktor fertigte einen dreistündigen dokumentarischen Essay über die USA an. Darin verschmelzen die Rollen von Fonda zu "einer schillernden und konfliktreichen Figur", wie es in einer Ankündigung heißt. Die Stimme Fondas, aufgenommen 1981 im Zuge seines letzten Interviews, und die Charaktere, die er spielt, führen durch den Film - einen Road-Trip quer durch die USA.

Und auch Josef Haders neuer Film "Andrea lässt sich scheiden" bekommt in der Sektion Panorama Gesellschaft. So ist die österreichisch-tschechisch-slowakische Koproduktion "I'm Not Everything I Want to Be" von Klára Tasovská dort ebenfalls vertreten. Die Dokumentation befasst sich mit dem bewegten Leben der Fotografin Libuše Jarcovjáková. Ebenfalls im Panorama ist überdies "Teaches of Peaches" des heimischen Filmemacherduos Philipp Fussenegger und Judy Landkammer vertreten. In der deutschen Produktion nähern sich die beiden der Anarchokünstlerin Peaches.

Die 74. Internationalen Filmfestspiele Berlin dauern bis zum 25. Februar. Das Programm des Wettbewerbs wird am Montag, 22. Jänner, präsentiert.

(S E R V I C E - www.berlinale.de)