APA - Austria Presse Agentur

"Afrika! Afrika!": Tolle Show auch ohne Heller'schen Rahmen

Das Zirkus-Spektakel "Afrika! Afrika" - 2005 von André Heller er- und gefunden - feiert auch fast 20 Jahre später große Erfolge: Natürlich mit neuem Programm und neuen Protagonisten ist die Show frisch wie eh und je, wie die mehr als 40 Artistinnen und Artisten bei der Wien-Premiere im weißen Zeltpalast bewiesen. Das Publikum kam bei vielen tollkühnen Nummern aus dem Staunen gar nicht raus - auch ganz ohne Heller'schen Rahmen für die farbenfrohen Bilder der Neu-Produktion.

Da türmen graziöse Kraftlackel Menschen-Pyramiden bis knapp unter das Zeltdach auf, schwebt eine Dame nur an ihren Haaren aufgehängt majestätisch durch die Arena, "dunken" quasi fliegende Basketballer aus allen Höhen-Lagen fast im Sekundentakt, balanciert ein Akrobat auf einem schmalen Brett auf gefühlt einem Dutzend übereinander liegenden Rollen und jongliert ein Artist mit zwei Handvoll Bällen (damit es nicht zu leicht wird, mit einer Binde vor den Augen). Ganz besonderes Highlight: die zwei Rhamadami Brothers aus Tansania, die es u.a. auch in das Finale von "America's got Talent" geschafft haben - kein Wunder: "Steht" doch der eine Bruder völlig frei mit seinem Kopf auf dem Kopf des anderen, während dieser nicht nur eine Treppe hochgeht, sondern zum Schluss auch noch zwischen zwei freistehenden Leitern hochklettert...

Mehr als solide Basis für das bunte Treiben und flotte Geschehen in und rund um die Manege ist ein sehr spezielles "Zirkusorchester": eine professionelle Band rund um den Bassisten Francky Moulet, die neben Traditionals auch viele Afro-Hits bietet, von Youssou N'Dours "7 Seconds" über den Manu Dibango-Klassiker "Soul Mokassa" bis hin zu Miriam Makebas "Bata Bata" - und das alles in völlig souveräner Qualität.

"Afrika! Afrika!" macht nun bis 18. Februar Station in Wien (Neu-Marx). Dann übersiedelt das glänzend-weiße Riesenzelt samt den Artisten nach Salzburg, wo die Show von 23. Februar bis 3. März im Messezentrum zu bestaunen ist.

(Von Werner Müllner/APA)