In Frankreich haben Mieter in einer Unterkunft, die sie über das Portal Airbnb gebucht hatten, eine Leiche vorgefunden.

APA - Austria Presse Agentur

Airbnb verbannt Sicherheitskameras nach privater Überwachung

Der Ferienwohnungsvermittler Airbnb verbannt Kameras aus dem Inneren von auf der Plattform angebotenen Unterkünften.

Airbnb schaffte es in den letzten Jahren immer öfter mit Privatsphäre-Verstößen in die Schlagzeilen. Privatpersonen, die Kameras in den Innenräumen installiert und ihre Gäst:innen ausspioniert haben sollen, wurden zur Anzeige gebracht, wie "Zeit" berichtete.

Für dich ausgesucht

Was sagt Airbnb dazu?

Das Unternehmen äußerte sich auf der Website hierzu folgendermaßen: "In letzter Zeit sind vermehrt Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre in Airbnb-Unterkünften aufgetaucht, insbesondere im Zusammenhang mit der möglichen Installation von Überwachungskameras. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um klarzustellen, dass das Vertrauen und die Sicherheit unserer Community für uns oberste Priorität haben."

Airbnb habe strenge Richtlinien, die den Schutz der Privatsphäre unserer Nutzer:innen gewährleisten sollen. Gastgeber:innen seien dazu verpflichtet, die Gäst:innen transparent über die Überwachung aufzuklären.

Neue Regelung und Kameraverbot

Nun habe das Unternehmen aber einen Schlussstrich gezogen und die Kameras aus allen Innenbereichen von Unterkünften verbannt. Die neue Regelung gelte weltweit ab dem 30. April und solle zum Schutz der Privatsphäre die Vorgaben zum Einsatz von solchen Kameras "vereinfachen", erklärte Airbnb am Montag.

Für dich ausgesucht

Außenkameras weiterhin erlaubt

Außenkameras bleiben zwar erlaubt, zur Sicherheit und um sicherzustellen, dass keine Unbefugten die Wohnungen betreten. Die Regeln sollen aber verschärft werden, wie Airbnb erklärte. So müssen die Vermieter:innen genau offenlegen, wo solche Außenkameras angebracht sind. Die Kameras dürfen außerdem nicht auf Bereiche wie Außenduschen oder Saunas gerichtet sein.

Für dich ausgesucht

Derzeit erlaubt Airbnb noch Kameras etwa in Fluren und gemeinschaftlich genutzten Wohnzimmern, solange sie sichtbar und in der Wohnungsbeschreibung aufgeführt sind. Damit ist künftig aber Schluss. Nutzer:innen hatten sich auf Online-Plattformen darüber beschwert, anscheinend versteckte Kameras entdeckt zu haben.