AK-Wahl: FSG mit leichten Verlusten weiter vorne

AK-Wahl: FSG mit leichten Verlusten weiter vorne
Die Ergebnisse der AK-Wahl in der Steiermark sind da: FSG bleibt vorne, FCG verlor zweiten Platz an Freiheitliche Arbeitnehmer.

Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) hat bei der steirischen Arbeiterkammer-Wahl ihre Spitzenposition gehalten. Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) verlor ihren bisherigen zweiten Platz an die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA). Gewinne gab es für den Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB-KPÖ). Der Reigen der AK-Wahlen endete am Montag mit dem steirischen Urnengang, den Auftakt hatte Salzburg am 10. Jänner gesetzt.

Wahlbeteiligung sank

Die Wahlbeteiligung in der Steiermark sank von 35,4 (2019) auf 30,33 Prozent, hieß es am Dienstag. Das Wahlergebnis ist vorläufig, das endgültige Endergebnis mit allen Briefwahlstimmen liegt erst am Freitag vor. Es dürfte sich aber nichts mehr ändern, auch nicht bei den Mandaten, sagte Wahlkommissär Harald Eitner, nur noch wenige Briefwahlstimmen dürften ausstehen.

Das sind die Ergebnisse im Detail

Die FSG mit Spitzenmann und AK-Präsident Josef Pesserl erlitt leichte Verluste bei 82.936 Stimmen (2019: 96.270) und kam auf 62,7 Prozent, ein Minus von 1,7 Prozentpunkten. Die ÖAAB-FCG erreichte 16.128 Stimmen (2019: 21.129), was 12,2 Prozent entspricht, ein Minus von 1,9 Prozentpunkten. Großer Gewinner waren - wie auch der GLB-KPÖ - die FA mit 17.613 Stimmen (2019: 17.333), was 13,3 Prozent und ein Plus von 1,7 Prozentpunkten bedeutete. 

Die Alternativen, Grünen und Unabhängigen Gewerkschafter*innen (AUGE/UG) versammelten 6.824 Stimmen (2019: 7.078) auf sich, was aufgrund der stark gesunkenen Wahlbeteiligung aber dennoch für 5,2 Prozent und ein leichtes Plus von 0,5 Prozentpunkten sorgte. Die deutlichsten Zugewinne in absoluten Stimmen verbuchte der GLB mit 8.856 (2019: 6.752), was 6,7 Prozent und ein Plus von 2,2 Prozentpunkten bedeutete. Wahlberechtigt waren 440.845 Personen (2019: 427.421), 133.711 stimmten ab (2019: 151.198), davon waren 132.357 Stimmen gültig (2019: 149.611).

In der Vollversammlung (110 Sitze) hat die FSG nun 70 Sitze (72), ein Minus von zwei. Die FCG hat statt 15 nun 13 Sitze (minus zwei), die FA gewannen zwei Sitze von 13 auf 15 hinzu. Bei AUGE/UG blieb mit fünf Sitzen alles gleich, der GLB konnte zwei Sitze von fünf auf sieben zulegen. Bei den 14 Kammervorständen verlor die FSG einen Sitz von 11 auf 10, die FCG hat statt zwei nur mehr einen Sitz. Die FA wiederum haben sich von einem Sitz auf zwei verdoppelt. AUGE/UG hat keinen Kammervorstand, der GLB hat nun zum ersten Mal seit langem wieder einen Vorstandssitz.

Es gab auch eine Analyse von Christoph Hofinger, befragt wurden 904 Wahlberechtigte telefonisch und online von 8. bis 29. April. 54 Prozent stimmten der Aussage sehr zu, es sei gerade jetzt wichtig, dass die AK stark sei; bzw. 37 Prozent wünschten sich ein starkes Gegengewicht zur Bundesregierung. Laut Hofinger machte die AK für fast zwei Drittel der Befragten ihre Arbeit sehr gut bis gut. Weniger als neun Prozent wurden von keinem der zahlreichen Infokanäle erreicht. Fazit: Mit höheren Zahlen von Infokanälen (Zeitungen, elektronische Medien, AK-Aussendungen), die die Wähler erreichten, stieg auch die Wahlbeteiligung.

Gegen die FSG mit Pesserl an der Spitze, der nun seine letzte Periode als Präsident antreten wird, kandidierten Peter Amreich für die ÖAAB-FCG, die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) mit dem altgedienten Harald Korschelt, die AUGE/UG mit Sandra Hofmann und der GLB-KPÖ mit Georg Erkinger.

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