APA - Austria Presse Agentur

Akademikerball im Superwahljahr wieder ohne Kickl und Vilimsky

Der Akademikerball der Wiener FPÖ sorgt am Freitag abermals für Interessenskonflikte zwischen Links und Rechts.

Während sich in der Hofburg Korporierte und blaue Funktionäre ein Stelldichein geben, sind rund um den Veranstaltungsort auch wieder Demonstrationen gegen die Veranstaltungen angekündigt. Fern bleibt auch im Superwahljahr FPÖ-Obmann Herbert Kickl. Auch der Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Harald Vilimsky, geht nicht zum Ball.

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Erst seit 2013 findet der Wiener Akademikerball unter seinem derzeitigen Namen statt. Er gilt als offizieller Nachfolger des WKR-Balls, der davor seit 1952 von Farben tragenden und mehrheitlich schlagenden Hochschulkorporationen ausgerichtet worden war. Mehrheitlich von linker Seite dagegen demonstriert wird schon seit vielen Jahren, wobei es vor allem vor dem Veranstalterwechsel teilweise zu heftigen Protesten gekommen war.

"Gewalttätige Ausschreitungen" 

In der Hofburg selbst gaben sich die Teilnehmenden zumeist betont gelassen und verurteilten die "gewalttätigen Ausschreitungen" regelmäßig. Während zu WKR-Zeiten noch regelmäßig Uni-Rektoren die Festreden hielten, brachen auch danach neue Zeiten an: So sprach etwa 2018 der einstige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache vor den versammelten Burschenschaftern und verurteilte dabei sogar Antisemitismus in den eigenen Reihen.

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Als Festredner tritt zum zweiten Mal FPÖ-Volksanwalt Walter Rosenkranz am Freitag auf. Kickl bleibt der Veranstaltung seit jeher fern, möglicherweise wird der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer in der Hofburg antanzen. Bezüglich Spekulationen, der Identitäre Martin Sellner könnte ein weiteres Mal kommen, entgegnet der Veranstalter mit dem üblichen Hinweis, jeder dürfe sich eine Karte kaufen.

So traditionell wie der Ball ist auch die Demo dagegen. So ruft die "Offensive gegen Rechts" auf ihrer Website ein weiteres Mal zu Protesten auf, sammeln will man sich am frühen Abend vor der Uni Wien. Zu weiteren angemeldeten Kundgebungen sowie mögliche Sicherheitsmaßnahmen hält sich die Polizei noch bedeckt, da Versammlungen spätestens 48 Stunden zuvor angemeldet werden müssen.