APA - Austria Presse Agentur

Amadeus Awards: Josh und RAF Camora unter Genre-Gewinnern

Josh, Voodoo Jürgens, Melissa Naschenweng oder auch RAF Camora zählen zu den acht Genre-Gewinnern der 23. Amadeus Austrian Music Awards. Dass der FM4-Award an Oskar Haag und der Lebenswerk-Amadeus an Karl Ratzer gehen, steht ebenfalls im Vorfeld zur morgen, Freitag, stattfindenden Gala im Wiener Volkstheater fest. Offen ist noch, wer die Preise in den Kategorien Song des Jahres, Album des Jahres, Live-Act des Jahres und Songwriter des Jahres erhält.

In den vergangenen Tagen wurden Stück für Stück die acht Gewinner der Genre-Kategorien vermeldet: Bei Pop/Rock konnte sich wie im Vorjahr Josh durchsetzen, der sich zudem noch mit "Von dir ein Tattoo" Hoffnung auf den Song des Jahres machen darf. Auch in der Kategorie Hip-Hop/Urban gab es keine Veränderung zum Vorjahr, holte sich schließlich RAF Camora den Award. Der Rapper könnte zudem noch mit dem Song "Letztes Mal" und dem Album "Palmen aus Plastik 3" weitere Auszeichnungen abstauben. In der Kategorie Alternative setzte sich Singer-Songwriter Voodoo Jürgens durch, dessen drittes Album "Wie die Nocht noch jung wor" Ende des Vorjahres auf den Markt kam.

Melissa Naschenweng setzte sich in der Kategorie Schlager/Volksmusik durch und verteidigte damit ihren Vorjahreserfolg. Die Auszeichnung für Hard & Heavy sicherte sich die Salzburger Death-/Black-Metal-Band Belphegor. LUM!X feat. Pia Maria ergatterten den Sieg in der Kategorie Electronic/Dance. Die beiden Vorjahresstarter beim Eurovision Song Contest haben zudem noch mit "Halo" eine Chance auf den Song des Jahres. Die Trophäe für Jazz/World/Blues sicherte sich die Jazzformation Shake Stew. Das Septett rund um Bandleader Lukas Kranzelbinder lieferte im Vorjahr ihr fünftes Album "Heat" ab. Die Best-Sound-Auszeichnung ging an Lemo für "Irgendwas mit Dreißig".

Seit über zwei Wochen steht fest, dass der Wiener Jazzgitarrist Karl Ratzer für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. 1950 als Kind zweier KZ-Überlebender in prekären Verhältnissen geboren, zählt er seit Jahrzehnten zur Weltspitze in seinem Genre. In den 60er-Jahren begann er mit Formationen wie The Slaves oder Gipsy Love die österreichische Rockhistorie zu prägen, bevor er in die USA und zum Jazz wechselte. Erst am Beginn seiner Karriere steht Oskar Haag, der sich über den FM4-Award freuen darf und damit bisher jüngster Amadeus-Gewinner ist. Der Teenager veröffentlichte unlängst sein viel beachtetes Debütalbum "Teenage Lullabies".

Die Verleihung findet am Freitag im Volkstheater statt, wobei FM4-Moderatorin Nina Hochrainer und Ö3-Moderator Philipp Hansa durch die Show führen. Zu sehen ist diese ab 22.50 Uhr auf ORF 1. Dabei werden die noch ausständigen Gewinner bekanntgegeben und auch live performt. So sollen etwa Wanda, Edmund, Oskar Haag, Yasmo & die Klangkantine, Mira Lu Kovacs oder auch Pia Maria ihre Musik zum Besten geben.

(S E R V I C E - www.aama.at)