APA - Austria Presse Agentur

Angriff auf Kurden-Demo: Für Ludwig "inakzeptable" Vorfälle

Die Zusammenstöße nach einer Demo von kurdischen und linken Aktivisten in Wien-Favoriten beschäftigt nun auch die Politik. Im Wiener Rathaus wurden die Angriffe - mutmaßlich durch Anhänger der rechtsextremen, türkischen "Grauen Wölfe" - am Freitag einhellig verurteilt. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sprach von "inakzeptablen" Vorfällen, die nicht toleriert würden.

"Wir lassen uns von niemanden das friedliche Miteinander in unserer Stadt gefährden. Die Wienerinnen und Wiener zeichnen sich durch Zusammenhalt aus und dass sie aufeinander schauen. Gerade in Zeiten von Corona ist das wichtiger denn je. Gewalt lehnen wir zutiefst ab und hat in unserer Stadt nichts zu suchen", versicherte Bürgermeister Ludwig in einer der APA übermittelten Stellungnahme.

Vizebürgermeisterin Birgit Hebein betonte, dass es "keinen Platz für Faschismus" geben dürfe. Sie forderte via Twitter, dass auch ein "offensives Einschreiten der Polizei" nötig sei, wenn "Faschisten wie die Grauen Wölfe" gewalttätig gegen Kurdinnen und Kurden auftreten. Sie verwies auch darauf, dass Augenzeugen von verbotenen Wolfsgrüßen berichtet hätten.

NEOS-Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr bekräftigte in einer Aussendung: "Gewalt ist in jeder Form zu verurteilen. Das Demonstrationsrecht ist ein Grundpfeiler der liberalen Demokratie und von uns allen zu verteidigen. Wien ist eine weltoffene, tolerante Stadt - das soll so bleiben." Genau deshalb dürfe es "null Toleranz" gegenüber extremistischen Ausschreitungen geben.

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