APA - Austria Presse Agentur

Apple könnte Mac Pro-Produktion nach China verlagern

Mitten im Handelskonflikt zwischen Washington und Peking will Apple die Produktion seines neuen Mac Pro-Computers laut einem Bericht des "Wall Street Journal" aus den USA zurück nach China verlegen. Das rund 6.000 Dollar teure Desktop-Modell soll demnach in einer Fabrik nahe Shanghai produziert werden. US-Präsident Donald Trump hatte US-Unternehmen aufgefordert, in den USA zu produzieren.

Erst Anfang Juni hatte der Technologiekonzern mitgeteilt, der neue Mac Pro solle ausreichend Kapazität zum Beispiel für professionelle Videoaufbereitung oder Musik-Komposition bieten. Apple hatte den Mac Pro zuletzt 2013 aktualisiert. Vor gut einer Woche hatten Medien berichtet, Apple bereite sich auch darauf vor, zumindest die Produktion der iPhone-Modelle, die bisher fast ausschließlich in der Volksrepublik produziert werden, für den US-Markt in Länder wie Vietnam zu verlegen.

Darüber hinaus wollen Technologiekonzerne wie Apple und Microsoft ihre in China gefertigten Produkte laut US-Sender CNN vor einer neuen Runde geplanter US-Zölle schützen. Die Unternehmen hätten schriftlich bei der Regierung von Präsident Trump um eine Ausnahme gebeten. Das Weiße Haus erwägt demnach, einen Zoll von 25 Prozent auf Güter aus China zu erheben, die von den bisher im Handelsstreit zwischen beiden Ländern verhängten Strafzöllen ausgenommen waren.

Apple legte seinem Schreiben demnach eine Liste von fast 20 Produkten bei, für die der Konzern eine Ausnahme von dem geplanten Zoll erreichen will. Dazu gehören das iPhone, die MacBooks und Apple TV. Zugleich habe Apple an die Wichtigkeit des Unternehmens erinnert, das der größte Zahler von Unternehmenssteuer in den USA sei und hinter mehr als zwei Millionen Jobs landesweit stehe.