APA - Austria Presse Agentur

Arktis-Expedition: Forschungscamp auf Eisscholle aufgebaut

Einen Monat nach Auswahl einer passenden Eisscholle für die "Mosaic"-Expedition in der Arktis sind alle Messstationen dort aufgebaut. "Unsere Eisscholle ist nun vollständig errichtet, da jeder wissenschaftliche Bereich seinen Platz gefunden hat", hieß es am Montag im Blog der Wissenschafter. Das Forschungsschiff "Polarstern" ist an der etwa 2,5 mal 3,5 Kilometer großen Scholle festgefroren.

Auf dem Eis befindet sich ein Forschungscamp, mit verschiedenen Messungen soll von dort aus das Klimasystem in der Zentralarktis erforscht werden. Ein Jahr lang soll das Schiff mit dem Meereis durch das Nordpolarmeer driften.

Vor einigen Tagen hatte sich der Untergrund einer Messstation von der Scholle gelöst. "Die Scholle ist ein dynamisches System", sagte eine Sprecherin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts am Montag. "Mal schiebt sich Eis übereinander, mal reißt es auseinander." Für die weggedrifteten Messinstrumente sei nun ein neuer Platz gefunden worden, so die Forscher.

Insgesamt 300 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus 17 Ländern sind jeweils für mehrere Wochen an Ort und Stelle. Der erste Austausch des Personals an Bord ist für Mitte Dezember geplant. Ende November startet dafür vom norwegischen Tromso ein Versorgungsschiff. Mit ihm gelangen auch Treibstoff und frische Lebensmittel zur Station.

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