Gaza: Rund 20 Tote bei israelischen Angriffen und Kämpfen

Weiter israelische Angriffe im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen und Kämpfen in einem Viertel der Stadt Gaza hat es erneut viele Tote gegeben.

Bei der Ausweitung des Einsatzes in Al-Saitun hätten israelische Truppen "Terror-Infrastruktur zerstört und binnen eines Tages rund 20 Terroristen getötet", teilte das israelische Militär am Donnerstag mit. In einem Fall sei etwa ein Angreifer getötet worden, der eine Panzerabwehrrakete gegen die Soldaten einsetzen wollte. 

Großteil der Toten um Frauen und Minderjährige

Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde teilte am Donnerstag mit, binnen 24 Stunden seien im Gazastreifen 97 Palästinenser:innen getötet und 132 weitere verletzt worden. Damit sei die Zahl der seit dem 7. Oktober getöteten Palästinenser:innen in dem Küstenstreifen auf 29.410 gestiegen. Knapp 69.500 weitere seien verletzt worden. Die Zahlen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Nach UN-Angaben handelt es sich bei einem Großteil der Toten um Frauen und Minderjährige. Israels Armee spricht von mehr als 10.000 getöteten Terroristen.

Nach Darstellung der israelischen Armee zerstörten Marine und Luftwaffe an verschiedenen Orten im Gazastreifen Terror-Infrastruktur. Im Südabschnitt seien mehrere Schiffe angegriffen und zerstört worden, die von den Terrororganisationen Hamas und Islamischer Jihad verwendet worden seien. Im Westen der Stadt Khan Younis seien 15 bewaffnete Kämpfer getötet worden. Soldaten hätten in der Stadt auch zahlreiche Waffen gefunden.

Auslöser des Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten. Sie ermordeten dabei mehr als 1200 Menschen und verschleppten 250 weitere in den Küstenstreifen. Rund 105 Geiseln waren im Zuge eines Gefangenenaustausches im November freigekommen.

Ziel der israelischen Offensive sind die Zerstörung der Hamas und die Befreiung der verbliebenen Geiseln, von denen nach israelischen Informationen höchstens noch rund 100 am Leben sind. Angesichts der hohen Zahl ziviler Opfer und der katastrophalen Lage im Gazastreifen steht Israel jedoch international immer stärker in der Kritik.

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