Proteste in Los Angeles nach dem Tod von Dijon Kizzee

EPA / ETIENNE LAURENT

Ausschreitungen in Philadelphia nach Tod von Afroamerikaner

Nach dem Tod eines Afroamerikaners im US-Staat Pennsylvania ist es in der zweiten Nacht in Folge zu Ausschreitungen in der Großstadt Philadelphia gekommen.

"Eine große Gruppe mit etwa 1.000 Menschen plündert Unternehmen in der Gegend von Castor und Aramingo", teilte die örtliche Polizei am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Zu den Gewalttaten kam es, nachdem ein 27-jähriger Schwarzer von Polizisten getötet worden war.  Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe dieses trotz mehrfacher Aufforderungen nicht fallen lassen, hatte ein Polizeisprecher einem örtlichen Fernsehsender gesagt. Der Verdächtige habe sich auf die Polizisten zubewegt, woraufhin zwei Beamte mehrfach auf ihn gefeuert hätten. Nach dem Vorfall vom Montagnachmittag war es bereits in der Nacht auf Dienstag zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden Medienberichten zufolge mehrere Polizisten verletzt, es gab auch Festnahmen.

Bürgermeister Jim Kenney hatte mit Blick auf den Vorfall, der von Passanten mit Smartphones gefilmt worden war, erklärt: "Ich habe das Video dieses tragischen Vorfalls gesehen. Es wirft schwierige Fragen auf, die beantwortet werden müssen." Polizeichefin Danielle Outlaw versprach eine gründliche Untersuchung des Falls.

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In den USA war es seit Ende Mai landesweit zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Der Auslöser der Proteste war die brutale Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in der Stadt Minneapolis gewesen.

Präsidentschaftskandidat Joe Biden hatte den Angehörigen des Toten Mitgefühl ausgesprochen, aber auch die Ausschreitungen verurteilt: "Gleichzeitig entschuldigt Wut über die sehr realen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft keine Gewalt." Angriffe auf Polizisten und die Zerstörung kleiner Unternehmen brächten keine Gerechtigkeit.