Band Russkaja löst sich auf

"Russkaja"-Sänger Georgij Makazaria auf dem Donauinselfest 2020
Die Band Russkaja löst sich auf. "Der wütende Krieg in der Ukraine den Russland am 24. Februar 2022 begonnen hat macht es uns unmöglich mit einem Image & Style weiterzumachen, die sich auf satirische Art und Weise der Soviet Thematik und Sprache bedienen", hieß es gestern auf ihrer Facebook-Seite. Die 2005 gegründete Gruppe rund um den in Moskau geborenen Sänger Georgij Makazaria hatte durch Auftritte in der ORF-Sendung "Willkommen Österreich" breite Bekanntheit erlangt.

Es sei "der traurigste Tag der Bandgeschichte", hieß es, doch was vor dem russischen Angriff auf die Ukraine "noch lustige Satire in der Musik war, ist jetzt nur noch tragisch mit einem sehr bitteren Beigeschmack und die Bandmitglieder können nicht mehr auf die Bühne gehen ohne diese Tragik in jeder Note und jedem Wort zu spüren. Jede Textzeile hat mittlerweile eine völlig andere Bedeutung bekommen und niemand in dieser Band will etwas repräsentieren, das in Zeiten wie diesen ausschließlich mit Krieg, Tod, Verbrechen und Blutvergießen assoziiert wird."

Die Band sei "auch ein Ziel im Internet geworden, jeden Tag Shitstorms und mit jedem Single Release eine Flut von Hasskommentaren. Textzeilen werden falsch interpretiert und als pro-Russisch dargestellt. Die Band wird als Russische Terroristen hingestellt obwohl wir das genaue Gegenteil davon sind und mit unserer multikulturellen Herkunft mit Mitgliedern aus Ukraine, Italien, Deutschland & Österreich maximal für Frieden, Diversität & Zusammenhalt stehen."

Die eben erst veröffentlichte Platte "Turbo Polka Party" sei ein Abschiedsgeschenk. Daten einer bis in den April reichenden ausgedehnten Tour durch Österreich. Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Frankreich mit Auftritten auch in Haarlem, Budapest, Warschau und Ljubljana waren am Samstagvormittag auf der Webseite der Band noch abrufbar. Auf Facebook postet die Band allerdings, "dass wir uns mittlerweile auch um die Sicherheit unserer Crew und aller anderen Beteiligten sorgen und wir wollen nicht riskieren, dass etwas Schlimmes & Gewalttätiges passiert während wir auf Tour sind und Shows spielen".

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