APA - Austria Presse Agentur

Bauern erwarten leicht unterdurchschnittliche Getreideernte

Nach einer hitzebedingt niedrigen Getreideernte im Vorjahr erwarten die Bauern heuer eine deutlich bessere Getreideernte. Die Ernteprognose der Landwirtschaftskammer geht von 2,95 Mio. Tonnen Getreide exklusive Mais aus, ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber dem fünfjährigen Schnitt und ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Dürrejahr 2018.

Im Februar, März und April gab es in Österreich viel zu wenig Niederschlag. Der feuchte und kühle Mai war dann aber für das Getreidewachstum ideal. Die anhaltende Trockenheit im Juni mit extremen Hitzetagen kann laut Landwirtschaftskammer die Erntemenge aber "noch wesentlich beeinflussen".

Nach dem massiv unterdurchschnittlichen Jahr 2018 werde es heuer wohl eine Stabilisierung geben, sagte Landwirtschaftskammer-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Stetteldorf am Wagram (NÖ). Dies sei wichtig für die Getreidebauern. Unzufrieden zeigte sich der burgenländische Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich mit den aktuellen Getreidepreisen. "Die Preissituation ist unerfreulich."

An der Pariser Warenterminbörse Euronext kostet eine Tonne Weizen aktuell rund 183 Euro. Die weltweiten Getreide-Lagerbestände sind relativ hoch und dämpfen damit die Preise. In den vergangenen zehn Jahren hat der Weizenpreis eine Berg- und Talfahrt erlebt und pendelte zwischen 140 und 280 Euro. Eine schlechte Ernte in einem großen Anbaugebiet - etwa USA oder Ukraine - kann den Weltmarktpreis für Getreide aber schnell wieder in die Höhe schießen lassen.

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