APA - Austria Presse Agentur

Die Begegnungszone in der Rotenturmstraße ist fertig

Der Umbau der Rotenturmstraße in der Wiener Innenstadt ist abgeschlossen. Die 400 Meter lange Verbindung zwischen Stephans- und Schwedenplatz ist ab sofort Begegnungszone. Fußgänger dürfen die ganze Straße benutzen, Autofahrer höchstens mit 20 km/h unterwegs sein. Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) höchstselbst legte am Donnerstag Hand an bei der Legung des symbolischen Schlusssteins.

Knapp sechs Monate nahm die Neugestaltung der City-Einkaufsstraße, die täglich von bis zu 60.000 Menschen frequentiert wird, in Anspruch. Die Verlegung einer 100 Kilo schweren Waldviertler Granitplatte markierte nun das offizielle Ende der Arbeiten - Segnung durch Dompfarrer Toni Faber inklusive. Abgesehen von der Fahrbahn aus Beton wurde die nun niveaugleiche Straße komplett gepflastert. 16 neue japanische Schnürbäume sollen für mehr Schatten im Sommer sorgen, gut zwei Dutzend Bänke, zwei Trinkbrunnen und zwei Fontänenbrunnen den Wohlfühlfaktor steigern. Rund 40 Auto-Stellplätze mussten insgesamt weichen, dafür gibt es nun 52 zusätzliche Radparkplätze.

Hebein freute sich, dass die Gehflächen vergrößert und der Fahrstreifen dafür verengt wurde. Die Fläche sei nun "etwas gerechter verteilt", Fußgänger hätten sich früher "durchwurschteln" müssen. Die Straße sein "rundherum gelungen", wobei sie darauf verwies, dass die Weichen für das Projekt noch unter ihrer Vorgängerin Maria Vassilakou (Grüne) gestellt worden seien.

Der Zeit- und Kostenplan - 11,1 Millionen Euro wurden budgetiert - sei eingehalten worden, hieß es. Alexander Biach, Standortanwalt in der Wirtschaftskammer - sie war zuletzt pro Begegnungszonen umgeschwenkt -, sprach von einem "tollen Projekt". Vorhaben wie diese würden sich rechnen, und zwar für die Geschäftsleute ebenso wie für die Stadt dank höherer Steuern. Das Vorhaben Rotenturmstraße sei "mustergültig" abgewickelt worden, da Wirtschaftstreibende eingebunden worden seien. Insofern kamen auch 30 Prozent der Baukosten aus privater Hand. Er hoffe auf weitere erfolgreiche Projekte dieser Art, sagte Biach.

Alles andere als glücklich hatte sich im Vorfeld der Eröffnung City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) gezeigt. Er hatte kritisiert, dass die Innenstadt nicht eingebunden worden sei, und vor Negativeffekten gewarnt - etwa Probleme durch Ausweichverkehr oder Parkplatzmangel. Hebein ging auf diese Kritikpunkte auf Nachfrage nicht ein, sondern bedauerte lediglich das Fernbleiben Figls bei der Eröffnungszeremonie.

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