APA - Austria Presse Agentur

Blitzeis auf Gehwegen führt jedes Jahr zu 7.300 Verletzten

Stürze nach Blitzeis auf Gehwegen führen jedes Jahr zu rund 7.300 Verletzten in Österreich, wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) mitteilte. In der Nacht auf Dienstag waren vielerorts die Straßen besonders glatt. Daher rief das KFV alle Fußgängerinnen und Fußgänger zu besonderer Vorsicht auf. Zudem seien auch Hauseigentümer gefordert, die Wege passierbar zu halten. Sie haften für nicht geräumte Wege.

"Bitte gehen Sie heute besonders langsam. Der sogenannte Watschelgang des Pinguins ist eine einfache und wirksame Methode, die jeder umsetzen kann. Vor allem ältere Menschen haben ein hohes Risiko bei Glatteis zu stürzen - und unter den Folgen langfristig zu leiden. Problematisch sind vor allem Stürze auf den Kopf oder die Hüfte", so Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV. Schwere Schädel-Hirn-Traumata oder Oberschenkelhalsbrüche können die Folge sein. Daten würden zeigen, dass die Zahl der Schwerverletzten durch Stürze bei älteren Menschen in den Wintermonaten stark steigt.

Stürze auf den harten Betonboden können zu besonders schweren Verletzungen führen. Zwei Drittel aller Verletzten zogen sich beim Ausrutschen auf Eis oder Schnee Knochenbrüche zu, sagte Trauner-Karner. Etwa ein Fünfter aller im Spital behandelten Personen hatten Sehnen- und Muskelverletzungen. "Vor allem das Handgelenk ist bei Stürzen betroffen, da man in der Regel versucht, sich während des Fallens mit der Hand abzustützen. Das kann zu schmerzhaften Verstauchungen, im schlimmsten Fall zum Knochenbruch führen", so die Expertin. Ein weiterer einfacher, aber sehr effektiver Tipp: "Bitte geben Sie Ihre Hände aus der Hosentasche, damit Sie sich im Fall eines Sturzes sofort abstützen können." Wer keine Eile hat, sollte ein paar Stunden warten und erst mit Verschwinden des Blitzeises wieder das Haus verlassen.