APA - Austria Presse Agentur

Die Bundestheater melden 2.176 MitarbeiterInnen zur Kurzarbeit an

Betroffen sind DienstnehmerInnen von Burgtheater, Staatsoper, Volksoper, ART for ART Theaterservice und der Bundestheater-Holding. Die Kurzarbeit gilt ab 1. April und wird zunächst für drei Monate beantragt.

Wie lange die Theater noch geschlossen bleiben, kann Christian Kircher, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, derzeit nicht beantworten. "Die Schließung der Bundestheater bedeutet nicht nur einen tiefen künstlerischen, sondern auch einen tiefen finanziellen Einschnitt", so Kircher.

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Durch die Schließung aller Spielstätten betragen die Einnahmeneinbußen ca. 1,3 Millionen Euro pro Woche (rund 190.000 Euro pro Tag), was allein für die Schließtage im Monat März 4,2 Millionen Euro ausmacht. "Realistischerweise müssen wir von einer Ausdehnung der derzeit vorgesehenen Schließtage ausgehen."

Wie viele MitarbeiterInnen tatsächlich mit 1. April in Kurzarbeit gehen, hängt von individuellen Faktoren wie etwa Urlaubsabbau, Zeitausgleich und Betreuungspflichten ab. Ausgenommen von der Kurzarbeitsregelung sind Schlüsselkräfte, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes sorgen, wie die IT, Teile der Personalverrechnung und Finanzbuchhaltung oder die Betriebsfeuerwehr.

Vorangegangen sind den nun unterzeichneten Sozialpartner-Vereinbarungen Verhandlungen mit dem Zentralbetriebsrat. "Die Betriebsräte und die Gewerkschaft sowie alle Direktoren und Geschäftsführer unterstützen diesen wichtigen Schritt zur Absicherung für die Zukunft des größten Theaterkonzerns", unterstreicht Kircher.

Auch wenn mit der Maßnahme für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Einkommensverluste verbunden seien, sei "das oberste Ziel erreicht, nämlich die Arbeitsplätze aller zu sichern", ist Kircher von der Richtigkeit dieser Maßnahme überzeugt. "Das neue Kurzarbeitsmodell versetzt uns in die Lage, rasch auf diese beispiellose Ausnahmesituation reagieren zu können, deren Auswirkungen abzufedern und soziale Absicherung zu gewährleisten."

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