Bau des neuen Graz Center of Physics begonnen

ÜBERREICHUNG DER EHRENBÜRGER-URKUNDE DER STADT WIEN: POLASCHEK
Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 440 Millionen Euro. Politik und Wissenschaft sind begeistert.

An der Universität Graz entsteht bis zum Jahr 2030 im Bereich der ehemaligen Vorklinik der neue Großkomplex Graz Center of Physics (GCP). Nach dem oberirdischen Abbruch des Vorklinik-Turms startet mit dem Aushub der Baugrube die nächste Bauphase. Am Dienstag fand dafür der offizielle Spatenstich statt. Als Gesamtkosten sind rund 443 Millionen Euro veranschlagt.

Das Graz Center of Physics wird die Physik-Institute der Universität Graz und TU Graz an einem gemeinsamen Standort in der Harrachgasse 21 vereinen. Es handelt sich um eines der größten Universitätsbauprojekte Österreichs, mit dem im dicht verbauten Grazer Innenstadtbezirk Geidorf eine Bruttogeschoßfläche von 50.000 Quadratmetern für bis zu 1.700 Studierende und 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Uni Graz und TU Graz geschaffen wird.

Insgesamt wird das GCP sechs oberirdische und zwei unterirdische Geschoße umfassen. 392 Millionen Euro werden von der Bauherrin, der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), in das Gebäude investiert, weitere 51 Millionen sind für die Innenausstattung vorgesehen.

Spatenstich: Das waren die Ehrengäste

Das aus dem Jahr 1976 stammende Vorklinik-Gebäude hätte für die komplexen Anforderungen des GCP nicht adaptiert werden können. Mit dem Rückbau des achtstöckigen Gebäudes wurde im Februar gestartet. Nun geht es an den Abbruch der Untergeschoße, der sich noch in den Sommer hinein ziehen wird. Laut dem aktuellen Ablaufplan sollen im Herbst 2024 die Rohbauarbeiten für den vom Wiener Architektenbüro fasch&fuchs architekten geplanten Komplex beginnen.

Die beim Spatenstich anwesenden Ehrengäste aus Politik und Wissenschaft zeigten durch die Bank großen Enthusiasmus für das Riesenprojekt. Wissenschaftsminister Martin Polaschek und Landeshauptmann Christopher Drexler (beide ÖVP) sprachen von einem "Leuchtturmprojekt ", das weit über die Grenzen hinausstrahlen werde. Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) betonte, dass Graz immer schon ein attraktiver Ort zum Studieren gewesen sei und mit dem GCP nun"wieder etwas Großartiges" gelinge.

Die Rektoren von Universität und TU, Peter Riedler und Horst Bischof, hoben das im Kontext der Stadt offene und auf Klimaneutralität bedachte Konzept hervor. Riedler nützte auch die Gelegenheit, an die Idee einer künftigen Straßenbahnanbindung der Universität zu erinnern.

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