APA - Austria Presse Agentur

Corona: McCartney gegen italienische Ticketregelung

Paul McCartney protestiert gegen die italienische Regierung. Nachdem wegen des Coronavirus zwei in Neapel und Lucca im Juni geplante Konzerte des Ex-Beatle abgesagt werden mussten, beanstandete McCartney den Beschluss der Regierung in Rom, Konzertveranstaltern zu erlauben, das Geld für die Tickets nicht zurückzuerstatten. Stattdessen werden Vouchers für Konzerte desselben Promoters angeboten.

Der Voucher kann für Events innerhalb von 18 Monaten genutzt werden. Der Regierungsbeschluss wurde scharf kritisiert, da die Karten für McCartneys Konzerte zwischen 100 und 600 Euro kosteten. Auf seiner Facebook-Seite kritisierte McCartney mit einem Post in italienischer Sprache die fehlende Rückerstattung des Betrags für die Konzertkarten, wie in anderen europäischen Ländern der Fall ist.

"Es ist skandalös, dass diejenigen, die für ein Showticket gezahlt haben, ihr Geld nicht zurückerhalten können. Ohne Fans würde es keine Livemusik geben. Den Fans aller anderen Länder, die wir in diesem Sommer besucht hätten, ist der komplette Betrag für das Ticket des abgesagten Konzerts zurückerstattet worden", so der Brite, der von einer "Beleidigung" für die italienischen Fans sprach.

Die Regierung hatte beschlossen, Konzertveranstaltern die Vergabe von Vouchers anstelle der Rückerstattung des Geldbetrags zu erlauben, um ihnen Liquiditätsengpässe während der Coronakrise zu ersparen. Der Beschluss löste jedoch den Protest von Konsumentenschutzverbänden aus, die mit einer Sammelklage drohen.

Der Veranstalter von McCartneys Konzerten in Italien, die Gesellschaft D'Alessandro & Galli, erklärte sich über McCartneys Worte überrascht. Der Sänger sei schon länger über den Beschluss der Regierung informiert worden, der auf die außerordentliche Lage wegen der Coronapandemie in Italien zurückzuführen sei. Kulturminister Dario Franceschini versprach, sich um den Fall zu kümmern.

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