APA - Austria Presse Agentur

Corona-Neuinfektionen in USA und Brasilien steigen weiter

Die Zahl der neuen Corona-Infizierten in den beiden meistbetroffenen Staaten, den USA und Brasilien, klettert weiter.

In den USA liegt sie auf dem höchsten Stand seit Wochen. Zuletzt habe es 37.667 neue Fälle gegeben, womit die Gesamtzahl auf rund 2,374 Millionen steige, teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Am Mittwoch waren es 34.313 gewesen und am Dienstag 26.643.

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Die Zahl der Toten stieg um 692 auf 121.809. In Brasilien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen 24 Stunden 39.483 neue Infektionen und 1.141 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt gebe es damit mehr als 1,2 Millionen bekannte Fälle und 54.971 Todesfälle.

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In Mexiko stieg die Zahl der offiziell registrierten Infektionen mit dem Coronavirus auf mehr als 200.000 und die der Todesopfer auf mehr als 25.000. Nach Angaben der Regierung vom Donnerstag (Ortszeit) kamen in den vorherigen 24 Stunden 6.104 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und 1.024 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung dazu.

Im internationalen Vergleich rückte das Land nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA bei der Anzahl der Infektionen an Frankreich vorbei auf den 11. Platz. Die Zahl der Toten ist die siebenthöchste der Welt. Die wahren Zahlen dürften in Mexiko allerdings noch deutlich höher liegen.

US-Präsident Donald Trump demonstrierte unterdessen einmal mehr seinen eigenwilligen Zugang zum Thema Coronavirus: "Wenn wir nicht testen würden, hätten wir keine Fälle", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News. Die USA hätten bisher rund 30 Millionen Menschen auf das Virus getestet, mehr als jedes andere Land der Welt. Trumps Einschätzung zufolge geht darauf die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA zurück.

Die meisten Experten lehnen Trumps Erklärung ab, wonach die Zunahme der Infektionen vor allem auf eine Zunahme von Tests zurückzuführen sein soll. Sie machen in erster Linie die von Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen verantwortlich.

Trump wirbt trotzdem für eine rasche Wiedereröffnung der Wirtschaft. Er will - auch mit Blick auf die Wahl im November - möglichst schnell zur Normalität zurückkehren. Seiner Darstellung zufolge ist das Coronavirus dabei, nach und nach aus den USA zu verschwinden. Die Daten stützen das nicht. Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, kündigte erst am Donnerstag an, die Schritte zur Wiedereröffnung des Bundesstaats würden wegen der dramatisch steigenden Fallzahlen ausgesetzt.

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