APA - Austria Presse Agentur

Countdown für Linzer Klangwolke läuft

Mit dem Beginn der Aufbauarbeiten der Linzer Klangwolke hat am Donnerstag der Countdown zum diesjährigen Spektakel auf der Donau begonnen. In neun Tagen, am 10. September, wird unter der Regie des international tätigen Intendanten und Musikmanagers Pierre Audi "Mother Gilgamesh", der älteste Mythos der Menschheitsgeschichte, gezeigt. Die bekannte Schauspielerin Sunnyi Melles ist die erzählende Mutter.

500 Personen sind an der Klangwolke vor dem Linzer Brucknerhaus im Donaupark - laut Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) die größte europäische Open-Air-Inszenierung ohne Eintritt, die jährlich stattfindet - beteiligt. Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschbaum kündigte am Donnerstag in einer Pressekonferenz eine "Reise in die mystische Götterwelt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, voll imposanter und atemberaubender Überraschungen" an. Aber es sei kein Haschen um Effekte, diese seien "Mittel zum Zweck", hob er die künstlerische Bedeutung trotz waghalsiger Stunts und viel Pyrotechnik hervor.

Audi will ein Spektakel schaffen, mit einer "tiefen und tragischen Geschichte als Inspiration", meinte er in der Pressekonferenz. Für Melles wurde extra die Rolle der Mutter geschrieben. Ihr Part ist bereits fertig aufgenommen. Seit Donnerstag werden nun Gerüste am Donau-Ufer hochgezogen und LED-Screens aufgebaut und im Hafen Schiffe präpariert.

Aus dem Gilgamesch-Epos hat Audi Schlüsselszenen in sechs Stationen verpackt. Drei Schiffe werden dafür als "Temple Boat", "Inferno Boat" und "Tower Boat" - symbolisch für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - auf der Donau als Bühne dienen. Derzeit liege man bei den Vorbereitungen im Zeitplan. Nun heißt es wie jedes Jahr Daumen drücken, dass das Wetter am 10. September mitspielt.

Das Epos schildert die Geschichte Gilgameschs, eines Königs von Uruk, seiner Heldentaten und Abenteuer, seiner Freundschaft zu Enkidu, dessen Tod und Gilgameschs Suche nach Unsterblichkeit. Am Ende muss der Held einsehen, dass Unsterblichkeit nur den Göttern gegeben, Leben und Sterben aber Teil der menschlichen Natur sind.