APA - Austria Presse Agentur

Dämmerungseinbrüche steigen zu Weihnachten stets stark an

Der 24. Dezember gilt bei der Polizei österreichweit als der Tag der mit den meisten Wohnungseinbrüchen pro Jahr. Das Bundeskriminalamt warnt darum, gerade um die Feiertage wachsam zu sein und "den Hausverstand einzuschalten"."Wir haben an diesem Tag rund 15 Prozent mehr Dämmerungseinbrüche als an üblichen Dezember-Tagen", sagt Hans-Peter Seidl, vom Referat für Einbruchsdiebstahl im Bundeskriminalamt.

Aktuell kommt es laut Seidl österreichweit jeden Tag zu rund 25 Dämmerungseinbrüchen. Pro Saison (November, Dezember, Jänner) liege der Wert bei etwa 1.000 Delikten. Regelmäßig schießen die Zahlen dann am 24. besonders weit in die Höhe. "Wenn man sich dann die Statistik der vergangenen Jahre anschaut, dann sticht der 24. Dezember immer aus", sagte Seidl.

Dabei unterscheidet sich auch das Diebesgut, heißt es vom Experten. "Es ist das Muster ein komplett anderes als sonst", erklärt der Experte. "Es ist nicht soviel Schmuck und nicht soviel Bargeld im Verhältnis, wie sonst unter dem Jahr, sondern auch Gebrauchsgegenstände", so Seidl. "Es ist eher unüblich, dass jemand eine Küchenmaschine mitnimmt." Denn normalerweise würden Bargeld, Schmuck oder Mobiltelefone bevorzugt werden.

Der Kriminalist rät darum dazu, es Langfingern nicht zu einfach zu machen. "Wir haben jedes Jahr wieder Fälle, wo Leiter, Sesseln oder Tische, die im Garten gelegen sind, verwendet wurden, um in Häuser zu gelangen." Möbelstücke gehörten zur Dämmerungssaison darum in die Garage gesperrt, so der Ermittler. Auch das Vorgaukeln von Anwesenheit sei nützlich. "Wenn ich so tue, als wäre ich nicht daheim, wird ein Einbrecher wahrscheinlich nicht kommen", sagte Seidl. "Der will in aller Ruhe in die Wohnung gehen und alles aussuchen." Der Polizist rät deshalb unter anderem zu Zeitschaltuhren zur Lichtsteuerung, aber auch ähnliche Funktionen bei Fernsehern oder Radios zu nutzen. Um die eigene Wohnung oder das Haus jetzt noch mit Sicherheitstüren oder -schlössern auszurüsten, sei es jedoch zu spät. "Die bekommt man dann erst im März geliefert, das muss man früher machen", so Seidl.

(Von Nikolaus Pichler/APA)