APA - Austria Presse Agentur

Datenschutzaktivist Schrems klagt Google wegen Tracking

Der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Max Schrems hat in Frankreich gegen Google eine Klage wegen illegaler Verfolgung von Nutzern von Android-Handys eingebracht.

Schrems Datenschutzorganisation "noyb/None of Your Business" bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Financial Times". Konkret geht es in der Klage um Googles Tracking-Code AAID (Android Advertising Identifier), nachdem von der Organisation bereits ähnliche Beschwerden gegen Apples Tracking-Code IDFA eingereicht wurden. Die versteckte ID ermögliche es Google und allen Apps auf dem Telefon, Nutzer zu verfolgen und Informationen über das Online- und Offlineverhalten zu kombinieren. Die Verwendung dieser Tracker verlange klar die Zustimmung der Nutzer, welche Google jedoch nicht einfordere.

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Google erstelle die AAID ohne das Wissen oder die Zustimmung der Nutzer. Mit dem Code könne man das Handy eindeutig identifizieren, teilte "noyb" mit. Google, App-Anbieter und Werbetreibende könnten auf die AAID zugreifen, um das Verhalten der Android-Nutzer zu verfolgen, Konsumpräferenzen hochzurechnen und personalisierte Werbung zu schalten. Ein solches Tracking sei durch das "EU-Cookie-Gesetz" in der E-Privacy-Richtlinie streng geregelt und erfordere die informierte und eindeutige Zustimmung der Nutzer. Google installiere dagegen die AAID nicht nur ohne Zustimmung, sondern verweigere Android-Nutzern auch die Möglichkeit, sie zu löschen. Die ID könne lediglich zurückgesetzt werden, dies lösche aber weder die zuvor gesammelten Daten, noch stoppe es das Tracking in der Zukunft.