APA - Austria Presse Agentur

Dealer hatte in Wien-Liesing ein Kilogramm Heroin gebunkert

Die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) hat am Mittwochnachmittag in Wien-Liesing einen Dealer aus dem Verkehr gezogen, der ein Kilogramm Heroin in einer Wohnung gebunkert hatte. Die Fahnder hatten den 27-Jährigen offenbar schon länger im Visier und erwischten ihn beim Drogenverkauf in flagranti. Beamten vom Stadtpolizeikommando Liesing ging auch ein Ecstasyhändler ins Netz.

Der 27-jährige serbische Staatsbürger merkte offenbar nicht, dass die EGS-Ermittler ihn schon eine Weile im Visier hatten. Am Mittwoch kurz vor 17.00 Uhr wurde er laut Polizeisprecherin Barbara Gass in der Breitenfurter Straße beobachtet, wie er Suchtgift an vier Kunden verkaufte. Die EGS nahm ihn fest und durchsuchte seine Wohnung. Dabei stießen sie auf das Kilo Heroin und 3.500 Euro in bar.

Auch die Käufer im Alter von 34 bis 53 Jahren - österreichische und russische Staatsbürger - wurden gestoppt. Einer hatte trotz eines aufrechten Waffenverbots eine Faustfeuerwaffe und einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker bei sich. Die Waffen wurden konfisziert, alle vier auf freiem Fuß angezeigt.

Am späten Donnerstagabend landeten dann Polizisten des Liesinger Stadtpolizeikommandos einen Zufallstreffer. Sie bemerkten kurz nach 22.10 Uhr in der Pfarrgasse einen 22-Jährigen, der auf einem Parkplatz mit einem Carsharing-Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war und offenbar Spaß daran hatte, die Reifen rauchen zu lassen.

Sie kontrollierten ihn, mit dem Resultat, dass er keinen Führerschein bei sich hatte, aber einen Rucksack im Kofferraum und darin 70 Ecstasytabletten sowie 2.350 Euro in bar. Dass er damit handelte, war offensichtlich. Er wurde festgenommen. Erstaunen löste aber aus, dass er trotz seines Verhaltens in keiner Weise beeinträchtigt war. Alle Drogentests blieben ergebnislos.