APA - Austria Presse Agentur

Delta Airlines schließt Handelspartnerschaft mit Alitalia ab

Delta Airlines hat sich für eine Handelspartnerschaft mit Alitalia entschlossen. Dies berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" (Samstagsausgabe). Noch unklar ist, ob die US-Gesellschaft auch in die neue Gesellschaft mit staatlicher Beteiligung einsteigen wird, welche die Alitalia übernehmen soll.

Delta Airlines will jedenfalls mit Alitalia bei US-Verbindungen kooperieren. Die neue Alitalia, die vor allem in Langstreckenflüge investieren will, wird US-Flugzeuge wie Boeing einsetzen, berichtete das Blatt. Für Kurz- und Mittelstrecken sollen europäische Airbus-Maschinen zum Einsatz kommen. Alitalia wird auch künftig der Luftfahrtallianz Sky Team mit u.a. Air France, KLM und Aeroflot treu bleiben.

Durch die Partnerschaft mit der Alitalia will Delta Airlines seine Marktposition in Europa in Hinblick auf den Neustart nach der Coronakrise ausbauen. Das Urlaubsland Italien sei von großem Interesse für die US-Gesellschaft, die ihre Langstreckenflüge ausbauen will, berichtete das Blatt.

Die italienische Regierung berät indes über die Gründung der neuen Gesellschaft, die die Alitalia übernehmen soll. Das Kabinett um Premier Giuseppe Conte, das sich die Rettung der maroden Fluglinie Alitalia bisher 3 Milliarden Euro kosten ließ, hofft auf eine wettbewerbsfähige Zukunft für die Airline. Die neue Alitalia mit staatlicher Beteiligung, die in den nächsten Wochen aus der Taufe gehoben werden soll, wird verkleinert. Die Flotte soll schrumpfen.

Die Fluggesellschaft macht seit 2002 keinen Profit mehr. Zahlreiche Versuche, einen privaten Käufer zu finden, scheiterten. Das Unternehmen ist seit 2017 insolvent. Der Staat hatte dem Unternehmen in jüngerer Zeit bereits Überbrückungskredite in Milliardenhöhe gewährt.