Doskozil drängt auf Mindestlohn

Landeshauptmann gegen Teuerung und Zwei-Klassen-Medizin
Der burgenländische Landeshauptmann und Kandidat für den SPÖ-Bundesparteivorsitz Hans Peter Doskozil hat anlässlich des 1. Mai auf die Umsetzung des von ihm forcierten Mindestlohns von 2.000 Euro netto gedrängt. "Eine erneuerte Sozialdemokratie brennt wieder dafür, das Leben der arbeitenden Menschen in Österreich zu verbessern - am 1. Mai und an allen anderen Tagen im Jahr", betonte er am Montag in einer Aussendung.

Der Mindestlohn sei ein Kernanliegen der Sozialdemokratie, das gemeinsam mit den Gewerkschaften in Angriff genommen werden müsse, betonte Doskozil: "Es ist beschämend, wenn Arbeit in einem reichen Land wie Österreich nicht zumindest zwölf Euro die Stunde wert ist. An der Umsetzung des Mindestlohnes müssen wir uns messen lassen." Abgesehen davon pochte er auf niedrigere Steuern auf Arbeit - so solle die SPÖ die "Steuersenkungspartei" für die arbeitende Bevölkerung sein - sowie auf leistbares Wohnen, und forderte einen "energischen Kampf gegen die Teuerung und die Zwei-Klassen-Medizin".

Auf seiner Facebook-Seite zeigte sich Doskozil stolz darüber, dass mit dem früheren Unterrichtsminister Fred Sinowatz (SPÖ) ein Burgenländer die sozialdemokratische Bildungsoffensive verantwortete: "Ihm verdanken Arbeiterkinder wie ich, dass sich ihnen bis dahin kaum für möglich gehaltene Aufstiegschancen öffneten." Auch dort warb er für gerechte Einkommen und erklärte: "Dafür kämpfe ich, dafür braucht es eine starke Sozialdemokratie, die wieder Wahlen gewinnt."

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