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Ein Medizinstudent aus den USA hat seine tödliche Krankheit selbst geheilt

Er litt unter einer seltenen und tödlichen Krankheit – bis er sich selbst geheilt hat.

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Dem heute 34 Jahre alten Amerikaner David Fajgenbaum wurde von seinen ÄrztInnen schon empfohlen, sein Testament zu schreiben und seine Eltern hatten schon die letzte Ölung bestellt. In seinem Buch “Chasing My Cure: A Doctor’s Race to Turn Hope into Action” hat der Onkologe jetzt aufgeschrieben, wie er es trotz düsterer Aussichten geschafft hat, eine Heilung für seine seltene und tödliche Krankheit zu finden. Er litt unter Morbus Castleman – die Krankheit wurde im Jahr 2010 diagnostiziert, als er sich gerade im dritten Studienjahr befand. Bei Morbus Castleman bilden sich Tumore an den Lymphknoten.

Die Forschung zu dieser seltenen Krankheit ist noch nicht besonders fortgeschritten – das hielt Fajgenbaum jedoch nicht auf. Nachdem er eine aggressive Chemotherapie durchmachen musste, kehrte die Krankheit wieder zurück. Er gründete kurzerhand das Castleman Disease Collaborative Network, das ForscherInnen zusammenbrachte, die gemeinsam zur Krankheit forschten.

Im Jahr 2013 verschlechterte sich Fajgenbaums Zustand erneut, die Gefahr einer Gehirnblutung war akut. Er kam schließlich auf die Idee, ein Medikament einzunehmen, das eigentlich bei Nierentransplantationen genutzt wurde. Seit 2014 ist er gesund. Er arbeitet als Assistenzprofessor, forscht zu anderen seltenen Krankheiten und will noch mehr Forschungsnetzwerke aufbauen. Laut Medienberichten haben schon mehrere Morbus-Castleman-Patienten das von ihm verwendete Medikament genutzt.