Mexikanischer Drogenbaron Joaquin "El Chapo" Guzman

APA/AFP/ALFREDO ESTRELLA

Mexikos Regierung verlost "El Chapo"-Haus mit Fluchttunnel

Eines der Häuser des berüchtigten Drogenbosses Joaquin "El Chapo" Guzman kommt in den Lostopf der mexikanischen Staatslotterie.

Es handelt sich um die Wohnanlage in Culiacan, aus der Guzman 2014 filmreif floh, wie die mexikanische Regierung am Montag mitteilte. Das unscheinbare weiße Haus im Wert von rund 184.000 Dollar soll am 15. September verlost werden.

Guzman war im Februar 2014 der Polizei durch das Abwassersystem des Hauses im Bundesstaat Sinaloa enkommen. Wenige Tage später wurde er in der Stadt Mazatlan gefasst und 2015 in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht, aus dem er ebenfalls entkam.

 

Schließlich wurde der schwer zu fassende Chef des berüchtigten Sinaloa-Kartells 2016 verhaftet, bevor er ein Jahr später in die USA ausgeliefert wurde. Zwei Jahre darauf wurde er zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt, die er in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado verbüßt.

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Nach Angaben des US-Justizministeriums schmuggelte das Sinaloa-Kartell in einem Zeitraum von 25 Jahren mehr als 495 Tonnen Kokain, 99 Tonnen Heroin, 49 Tonnen Metamphetamine und 99 Tonnen Marihuana in die USA. Aus Justizakten geht hervor, dass "El Chapo" zudem hinter zahlreichen Morden stecken soll.

Im Lostopf am 15. September sind insgesamt 248 verschiedene Preise im Gesamtwert von 12,5 Millionen Dollar, wie die nationale Lotteriebehörde mitteilte. Neben dem Haus von Guzman wird auch eine Villa in Pedregal, südlich von Mexiko-Stadt, verlost. Sie gehörte dem ehemaligen Anführer des Juárez-Kartells, Amado Carrillo und ist etwa 3,8 Millionen Dollar wert.

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