APA - Austria Presse Agentur

Entscheidung über Zukunft des Brucknerhaus-Intendanten

Die Aufsichtsratssitzung der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA) Freitagvormittag dürfte zum Lostag für Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschbaum werden. Ihm werden mögliche Compliance-Verstöße sowie ein mutmaßlich geschobenes Hearing vorgehalten. Könne Kerschbaum die Vorwürfe nicht restlos entkräften, müsse er aus Sicht des Aufsichtratsvorsitzenden, Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), gehen, wie er in den "Oberösterreichischen Nachrichten" sagte.

Kerschbaum hatte nach dem "Falter"-Bericht über die Vorwürfe, die die 50-Jahr-Feier des Brucknerhauses überschatten, angekündigt, in der Sitzung am Freitag alles richtigzustellen. So wird ihm vorgehalten, dass er die Fragen der Hearing-Kommission vor seinem Bewerbungsgespräch zugesandt bekommen habe, was er wohl auch nicht bestreitet. Weiters geht es um fragwürdige In-sich-Geschäfte, wonach sich der ausgebildete Tenor sein Auftritte im Haus offenbar teuer vergüten ließ. Zudem soll er trotz Aufstockung des Personals die Programmgestaltung an einen Agenten vergeben haben, der selber potenzielle Künstler für das Konzerthaus betreue. Ein Sonderprüfung beim Kontrollamt der Stadt Linz zu den möglichen Compliance-Verfehlungen wurde von Luger bereits in Auftrag gegeben.