APA - Austria Presse Agentur

Entspannungssignale zwischen Athen und Ankara

Erste Anzeichen einer Entspannung zwischen Griechenland und der Türkei: Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat am Freitag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefoniert. Die beiden Spitzenpolitiker hätten sich darauf geeinigt, "die bilateralen Kommunikationskanäle aufrecht zu erhalten", hieß es in einer Erklärung Athens.

Zudem hätten sie über die Folgen der Coronavirus-Pandemie und den Tourismus gesprochen. Es sei der erste Kontakt nach Monaten der "Funkstille" zwischen Athen und Ankara, meinten Kommentatoren griechischer Medien.

Seit mehreren Monaten herrscht in den griechisch-türkischen Beziehungen eisige Kälte. Starke Marineverbände der beiden Nachbarstaaten patrouillieren im östlichen Mittelmeer. In der Luft kommt es zu Scheingefechten zwischen Kampfbombern Griechenlands und der Türkei. Die türkische Luftwaffe überfliegt fast täglich griechische Inseln in geringer Höhe. Die beiden NATO-Staaten streiten sich seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte in der Ägäis und vermutete reiche Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer südlich von Kreta.

Im März hatte Erdogan die Grenze zu Griechenland und damit zur EU für Migranten für offen erklärt. Daraufhin machten sich Tausende Menschen auf den Weg gen Westen. Die griechischen Sicherheitskräfte hinderten die Migranten, in die EU zu kommen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte sich damals bei den Griechen dafür bedankt, der "europäische Schild" zu sein.

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