APA - Austria Presse Agentur

Erster Verhandlungstag nach Amokfahrt durch Linz

Ein 42-Jähriger, der am 9. Jänner 2023 in Linz auf seine Frau eingestochen und dann auf der Flucht vor der Polizei zwei Polizeibeamte schwer verletzt haben soll, steht ab Donnerstag vor dem Geschworenengericht. Die Staatsanwaltschaft Linz beantragte die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum, da der Mann wegen einer psychischen Erkrankung nicht zurechnungsfähig sei. Der Prozess ist wegen vieler Gutachten für zwei weitere Tage (30. Jänner, 1. Februar) anberaumt.

Wäre der Iraker im Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen, müsste er sich wegen versuchten Mordes in drei Fällen, gefährlicher Drohung, versuchten und vollendeten schweren Raubs sowie wegen des Vergehens nach dem Waffengesetz verantworten. Nach dem Messerangriff auf seine Frau soll er mit einem Auto bei einer Polizeisperre auf zwei Beamte zugerast sein und diese umgefahren haben. Einem verletzten Polizisten habe er laut Staatsanwaltschaft dessen Dienstwaffe abgenommen und dürfte damit auf die am Boden liegende, ebenfalls schwer verletze Beamtin sowie auf einen weiteren Polizisten gezielt haben. Später habe er auch weitere Autolenker mit der Waffe bedroht, um von ihnen die Herausgabe der Pkw zu erzwingen. Erst nach einem Unfall mit einem gestohlenen Wagen gelang der Polizei die Festnahme.