APA - Austria Presse Agentur

Im Bestechungsskandal um US-Eliteunis ist ein erstes Urteil gefallen

Im Bestechungsskandal um Zulassungen an US-Eliteuniversitäten ist ein erster Angeklagter verurteilt worden – und einer Haftstrafe entgangen.

Eine US-Richterin sprach am Mittwoch ein mildes Urteil gegen John Vandemoer, einen früheren Segellehrer an der renommierten kalifornischen Universität Stanford: Sechs Monate Hausarrest, eineinhalb Jahre Aufsicht durch die Justiz und 10.000 Dollar Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Monate Haft gefordert. Der 41-Jährige hatte sich schuldig bekannt, insgesamt 610.000 Dollar (538.869,26 Euro) an Bestechungsgeldern angenommen haben. Im Gegenzug empfahl Vandemoer die Kinder reicher Eltern für die Segelteams der Stanford-Universität - und ermöglichte ihnen damit die Aufnahme an die berühmte Hochschule.

Der Bestechungsskandal war Mitte März bekannt geworden. Wohlhabende Eltern sollen viel Geld gezahlt haben, damit ihre Kinder an Elite-Hochschulen aufgenommen wurden. Angeklagt sind rund 50 Beteiligte, unter ihnen Prominente wie die Schauspielerinnen Felicity Huffman ("Desperate Housewives") und Lori Loughlin ("Full House").

Die Bestechungsgelder der angeklagten Eltern waren an William Singer geflossen, der mittels eines ausgeklügelten Netzwerks für die Aufnahme wenig qualifizierter Studenten sorgte. So ließ er Prüfungsergebnisse fälschen und bestach Trainer, die Studienplatzanwärtern überdurchschnittliche sportliche Leistungen bescheinigten, um ein Sport-Stipendium zu ergattern. Singers kriminelle Organisation sammelte so insgesamt 25 Millionen Dollar von Eltern ein.

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