APA - Austria Presse Agentur

3. Staffel von "Vienna Blood" startet im Dezember auf ORF 2

"Vienna Blood" geht in die dritte Staffel. Ab Freitag (30. Dezember) gibt es drei weitere Folgen rund um das im Wien der Jahrhundertwende agierende und von Matthew Beard und Juergen Maurer verkörperte ungleiche Ermittlungsduo und seine unkonventionelle Ermittlungsmethoden.

 "Wien als fruchtbarer Nährboden der Zeit, zwei sehr skurrile gegensätzliche Typen und der Witz" - das ist für Regisseur Robert Dornhelm das Erfolgsrezept der Serie nach den Romanen von Frank Tallis.

Vor drei Jahren hatten die ersten drei auf den "Liebermann"-Krimis des Londoner Psychologen und Autors fußenden und auf Englisch gedrehten Filme ihre ORF-Premiere. Beim Dreh der zweiten Staffel im August 2020 wurde Dornhelm positiv auf Covid-19 getestet und landete in Krankenhaus - "wohl mehr aus versicherungstechnischen Gründen", wie er im APA-Gespräch vermutet. "Ich hab nie wirklich Symptome gehabt - hab aber im Krankenhaus fünf Kilo abgenommen, weil das Essen so furchtbar war." Marvin Kren sprang für zehn Drehtage ein, ehe Dornhelm wieder fit war. Heute ist das für den 75-Jährigen lediglich eine Erinnerung: "Ich hatte glücklicherweise kein Long-Covid, keinerlei Nachwirkungen."

"Vienna Blood" startet im Dezember 

Von März bis Juni 2022 liefen die Dreharbeiten für jene dritte Staffel, die nun in ORF 2 zu sehen sein wird. "Rendezvous mit dem Tod" (30. Dezember, 20.15 Uhr) konfrontiert den Kriminalbeamten Oskar Rheinhardt und den jungen Dr. Liebermann mit einer beunruhigenden Frauenmordserie, die in einem Fin-de-Siècle-Modesalon ihren Ausgangspunkt nimmt und bei den Opfern nur winzige Einstichstellen am Hals hinterlässt. Es folgen "Der Schattengott" (2. Jänner 2023, 20.15 Uhr) und "Der Tod und das Mädchen" (3. Jänner, 20.15 Uhr).

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Hatte der Regisseur in der 3. Staffel mehr Freiheit für Experimente, da man die Sicherheit hatte, dass die Serie funktioniert? "Sicherheit ist das Tödlichste", wehrt Dornhelm entrüstet ab. "Wenn ich Sicherheit brauche, gehe ich arbeiten. Ich möchte lieber spielen und auf die Nase fallen, wenn es sein muss. Ohne Risiken einzugehen, bist Du in der Routine. Der entziehe ich mich lieber."

Dass er den Stil von "Vienna Blood" mit geprägt hat, nimmt er aber sehr wohl in Anspruch. "Ursprünglich war es mehr als Whodunit geschrieben. Ich fand aber, es ist mehr als das. Ich bin ja kein Krimispezialist, hab das aber angenommen, weil mir das Ungewöhnliche am Drehbuch gefallen hat. Das Spiel dieser zwei gegensätzliche Typen, erlaubt viel Raum für Humor. Die Beziehung zwischen dem sensiblen englischen Freud-Schüler und dem Wiener Kriminalbeamten, der als Slowake eigentlich ein Migrant ist, ist ungewöhnlich. Und wir hatten das Glück, zwei ganz wunderbare Schauspieler für diese Rollen zu bekommen. Die Chemie zwischen den beiden ist ein Teil des Erfolgsrezepts. Außerdem hoffe ich, dass wir auch den Horizont der Leute etwas erweitern können, indem wir die Kunst der Zeit, die Musik der Zeit, den Rhythmus der Zeit einbeziehen."

Wird auch nach den Folgen 7 bis 9 weiteres "Vienna Blood" fließen? "Es gibt die Absicht, noch ein, zwei Folgen zu machen. Die Chance besteht, aber mittlerweile ist Matthew Beard sehr gefragt und hat viele Spielfilmangebote. Sehr zu Recht! Ohne ihn und Juergen Maurer kann die Serie nicht weitergehen. Aber ich denke, wir haben das Meiste erzählt."