EU-Wahl: Oberösterreich wählte ähnlich dem Bundesschnitt

Das EU-Wahlergebnis in Oberösterreich liegt laut vorläufigem Ergebnis inklusive Wahlkartenprognose recht nahe am österreichischen Gesamtergebnis.
Das EU-Wahlergebnis in Oberösterreich liegt laut vorläufigem Ergebnis inklusive Wahlkartenprognose recht nahe am österreichischen Gesamtergebnis.

Die Reihenfolge, in der die Parteien über die Ziellinie gingen, entsprach jener auf Bundesebene, die Stimmenanteile unterschieden sich nur geringfügig von den österreichweit erreichten. Die FPÖ schnitt im schwarz-blau regierten Bundesland etwas besser ab als in Gesamt-Österreich.

Bei einer leicht überdurchschnittlichen Wahlbeteiligung von 57,3 Prozent wurden die Freiheitlichen mit 28,19 Prozent (plus 10,11 Prozentpunkte) stärkste Kraft vor ihrem Senior-Regierungspartner ÖVP. Die Volkspartei schaffte 25,05 Prozent (minus 10,08 Prozentpunkt), die SPÖ 22,88 Prozent. Beide liegen damit nahe am Österreich-Ergebnis ihrer Parteien, die oberösterreichischen Sozialdemokraten verloren allerdings mehr als bundesweit (minus 2,07 gegenüber 0,66 Prozentpunkten).

Die Grünen erreichten in Oberösterreich 9,94 Prozent (minus 3,43 Prozent), die NEOS 8,67 Prozent (plus 1,71 Prozentpunkte). Die beiden kleinen Parteien blieben damit etwas hinter dem Bundesschnitt zurück. DNA (2,86 Prozent) und KPÖ (2,42 Prozent) blieben auch hier unter der Vier-Prozent-Marke.

Ein Blick auf die Gemeindeergebnisse zeigt eine weitgehend zwischen Blau und Schwarz aufgeteilte Karte. Die ÖVP konnte vor allem im Mühlviertel punkten, die FPÖ im Inn- und Hausruckviertel, in der Pyhrn-Region, aber auch im Zentralraum. Die SPÖ errang in den - rot regierten - Statutarstädten Linz und Steyr die Mehrheit, ebenso in deren Umland, im traditionell roten Inneren Salzkammergut und wenigen weiteren Gemeinden, darunter klassische SPÖ-Hochburgen wie Reichraming oder Klaus an der Pyhrnbahn.

Die freiheitlich regierte Stadt Wels wählte auch bei der EU-Wahl blau. Von den insgesamt 18 Bezirken des Bundeslandes wählten drei (Freistadt, Rohrbach, Urfahr-Umgebung) mehrheitlich schwarz, drei (Linz-Stadt, Steyr-Stadt und Gmunden) mehrheitlich rot und zwölf blau.

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