APA - Austria Presse Agentur

Faßmann denkt vorerst nicht an Verschiebung der Ferien

Zurückhaltend gibt sich Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bezüglich einer möglichen Verschiebung der Sommerferien, falls die Schulen wegen der Coronavirus-Pandemie länger als bis Ostern geschlossen bleiben.

"Meine größere Sorge als die Frage, was im Sommer sein wird, ist die Frage, wie wir die nächsten Wochen gestalten werden", sagte er im Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch.

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Denn das "distance learning" habe auch seine Schwächen im Bereich der Motivation der Kinder. Bis zum Sommer seien es noch drei Monate, das sei noch ein "langer Zeitraum", ergänzte er. Außerdem betonte Faßmann: "Der Lehrplan ist nicht die treibende Kraft, um zwangsläufig in den Sommer hineinzugehen. Der Lehrplan ist ein Rahmenlehrplan. Man muss hier nicht alles gleichgewichtig im Detail unterrichten."

Vor dem 18. Mai werde es keine Matura geben, bestätigte Faßmann und versprach: Der Termin werde "rechtzeitig" bekannt gegeben. Dann könnte es auch sein, dass die mündliche Matura noch weiter in den Juni hineinrutscht. "Man kann die Zeiträume zwischen mündlichem und schriftlichem Termin etwas komprimieren. Da ist hier eine weitere Flexibilität möglich." Er werde den Maturanten "genug Zeit geben", betonte Faßmann. Die Lehrer könnten ihre Korrekturarbeit der schriftlichen Klausuren "durchaus schneller" erledigen.

Unter den Bildungsdirektoren der Bundesländer gibt es unterdessen unterschiedliche Ansichten, was die Verschiebung der Schulferien betrifft, sollte der Ausnahmezustand länger als bis Ostern andauern. Die steirische Bildungsdirektorin, Elisabeth Meixner, sagte im ORF-Radio: "Natürlich wird diese Frage schon gestellt, was die Ferien betrifft, aber zur Zeit wäre das aus meiner Sicht noch zu früh." Sollten allerdings mehr als vier, fünf Wochen betroffen sein, "muss man darüber reden, ob es eine Möglichkeit gibt, den versäumten Unterrichtsstoff in irgendeiner Art und Weise nachzuholen". Eine diese Möglichkeiten sei, die Sommerferien zu verkürzen.

Der Salzburger Bildungsdirektor Rudolf Mair sieht derzeit keine Veranlassung, derzeit über die Sommerferien nachzudenken. "Wenn die Phase länger dauern sollte als bis nach Ostern, dann werden sicher neue Überlegungen angestellt", sagte er. Der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer gab sich noch zurückhaltender: "Wir sind derzeit so damit beschäftigt, die Ist-Situation gut zu bewerkstelligen". Er empfehle daher den Eltern und Schülern, sich "nicht Gedanken zu machen, was der übernächste Schritt ist". Himmer: "Wenn wir das jetzt schaffen, wird die Frage des Aufholens des Lernstoffs nicht die große Herausforderung sein."

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