"Fest der Freude" nach "Affront" in Mauthausen ohne IKG

Das "Fest der Freude" feiert die Befreiung vom Nationalsozialismus
Die Aufmarsch eines Aktivisten mit Palästina-Flagge bei der internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am Sonntag hat nun ein Nachspiel: Wegen der ihrer Meinung nach unzureichenden Reaktion des Mauthausen Komitees (ÖMK) auf diesen "Affront gegen alle während der Shoah Ermordeten" werden am Montagabend keinerlei offizielle Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) beim "Fest der Freude"dabei sein, hieß es aus der IKG zur APA.

Die vom Mauthausen Komitee organisierte Veranstaltung findet seit 2013 jährlich am Heldenplatz statt, um das Kriegsende am 8. Mai zu feiern. Ursprünglich war es eine Gegenveranstaltung zum rechten "Totengedenken" der Burschenschafter vor der dortigen Krypta.

Schwerpunktthema des "Fest der Freude", das schon traditionell musikalisch von den Wiener Symphonikern begleitet wird, ist dieses Mal "Recht und Gerechtigkeit im Nationalsozialismus". Als Höhepunkt ist die Rede der Zeitzeugin Rosa Schneeberger angekündigt, die als Fünfjährige mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter als Sintizza in das Lager Lackenbach deportiert wurde.

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