Forscher tagen zu Süßwasserverschmutzung durch Mikroplastik

Winzige Partikel mit großer Wirkung
Mit der Verschmutzung von Süßwasser durch Mikroplastik beschäftigt sich seit Montag eine europäische Konferenz in Paris. Drei Tage lang wollen Experten jüngste Forschungsergebnisse diskutieren, um Ratschläge für politische Entscheidungsträger zu formulieren und das Bewusstsein der gesellschaftlichen Akteure für die Problematik zu schärfen.

Das erste europäische Projekt zur Mikroplastikforschung (LimnoPlast) wird von der Universität Bayreuth koordiniert. Mitorganisator ist die UN-Kulturorganisation Unesco. Die Ergebnisse der Pariser Konferenz werden in die UN-Wasserkonferenz einfließen, die Ende März in New York stattfindet.

Plastikmüll lande überall auf der Welt in der Natur und gerate in kleinen Partikeln in die Kreisläufe der Umwelt, sagte Koordinator Christian Laforsch von der Universität Bayreuth zum Auftakt der Konferenz am Montag. Die Herausforderung sei, dass die Plastikpartikel von sehr unterschiedlicher Beschaffenheit und Form seien, dies mache die Bekämpfung der Verschmutzung zu einem vertrackten Problem.

Plastikverschmutzung sei neben dem Klimawandel, dem Verlust der biologischen Vielfalt und der Materialkrise zu einem der wichtigsten globalen Umwelt- und Gesellschaftsthemen dieses Jahrhunderts geworden, erklärten die Organisatoren der Konferenz. Besonders besorgniserregend sei die Verschmutzung durch Mikroplastik in Süßwasserökosystemen und in den Ozeanen.

Bei Mikroplastik handelt es sich um winzige Kunststoffpartikel oder -teile, die entweder in mikroskopischer Größe für persönliche und industrielle Zwecke hergestellt werden oder aus weggeworfenen Kunststoffartikeln stammen. Die Verschmutzung durch Mikroplastik sei eine potenzielle Gefahr für Ökosysteme und die Gesellschaft.

(S E R V I C E - Konferenz zur Verschmutzung von Süßwasser durch Mikroplastik: http://dpaq.de/1OuT6; Europäisches LimnoPlast-Projekt: http://dpaq.de/hlnsS)

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