APA - Austria Presse Agentur

Forschungswoche für besonders begabte Schüler

Das Bildungsministerium sowie das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) wollen mit einem neuen Projekt besonders begabte und interessierte Kinder im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fördern. An der "Vifzack Academy" können von 25. bis 30. August 75 Kinder aus der AHS-Unterstufe bzw. Mittelschule kostenlos an einer Forschungswoche am ISTA-Campus in Klosterneuburg teilnehmen.

"Wir müssen leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler unterstützen, das ist gut wichtig", betonte Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Freitag. "Wir müssen aber alle Kinder dort abholen, wo wir sind." Es gebe auch Kinder mit besonderem Potenzial bzw. einer besonderen Begabung.

Am ISTA soll es unter anderem Workshops zu Computer Science, Robotik, Neurowissenschaften, Mikrobiologie oder Künstlicher Intelligenz geben. Die Lehrkräfte an den Schulen werden aufgerufen, in ihren Klassen gezielt Schülerinnen und Schüler anzusprechen und ihnen eine Bewerbung (Frist: 4. April) nahezulegen. Dazu braucht es ein Bewerbungsschreiben bzw. -video. Eine Vorauswahl treffen dann die Bildungsdirektionen, die Endauswahl eine Expertenkommission.

Um allen Kindern unabhängig von ihrem familiären Hintergrund eine Teilnahme zu ermöglichen, sind sowohl Teilnahme als auch Unterbringung und Verpflegung kostenlos. Darüber hinaus soll es Busse aus ganz Österreich nach Klosterneuburg geben. Betreut werden die Kinder vom Wissenschaftsvermittlungsteam des ISTA bzw. einem pädagogischen Betreuungsteamteam.

Das Camp soll wissenschaftsbegeisterten Kindern einen Rahmen bieten, um Kontakt zu Forscherinnen und Forschern aufzunehmen, aber auch gleichgesinnte Kinder zu treffen. Gerade im Alter zwischen zehn und 14 Jahren würden viele - und hier vor allem Mädchen - ihr eigentlich bestehendes Interesse an Naturwissenschaften nicht mehr weiterentwickeln, meinte ISTA-Wissenschaftsvermittlerin Magdalena Steinrück. "Ihnen fehlt der soziale Rahmen, aber auch Gleichgesinnte und Vorbilder." Beim Camp sollen sie daher ISTA-Forscherinnen und -Forscher kennenlernen.

Polaschek sieht die Academy zunächst als Pilotprojekt. "Wenn es sich bewährt, werden wir mehr in die Richtung tun." Bei entsprechendem Interesse könne das Angebot verbreitert werden.