FPÖ bei Innsbruck-Wahlkampfabschluss siegesgewiss

Lassenberger zeigte sich von Wahlsieg überzeugt
Mit viel Siegesgewissheit und äußerst scharfen Attacken auf Bürgermeister Georg Willi bzw. seine Grünen hat die FPÖ Samstagvormittag in einem Innsbrucker Lokal ihren Wahlkampfabschluss vor der Gemeinderatswahl am Sonntag gefeiert. Bürgermeisterkandidat Markus Lassenberger zeigte sich überzeugt, sowohl als Erster in die Stichwahl zu kommen, als auch bei der Listenwahl auf Platz eins zu landen.

"Am Sonntag schicken wir Willi in die Wüste", rief Lassenberger den rund 120 freiheitlichen Sympathisanten zu. In Willis Amtszeit habe man "sechs Jahre lang gesehen, wie es nicht geht." Er hingegen wolle und werde Innsbruck zur "sichersten Landeshauptstadt Österreichs machen", so der 45-jährige Polizist und Vizebürgermeister ohne Ressortverantwortung. Die Grünen gehörten überall "abgewählt" - sei es auf Gemeindeebene, im Land oder im Bund.

"Wir sind Teil der Bevölkerung und nicht der Eliten", erklärte der FPÖ-Kandidat. Bereits in der ersten Woche als Bürgermeister werde er "umzusetzen" beginnen, versprach Lassenberger. Im APA-Gespräch am Rande der Veranstaltung rechnete er indes weiter mit einer Stichwahl entweder gegen Willi oder "das Neue Innsbruck"-Spitzenkandidat Florian Tursky (ÖVP).

Vor Lassenberger hatte der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl das Wort ergriffen, der bereits am Freitag mit ihm wahlgekämpft hatte. Rabl ritt heftige Angriffe auf seinen Amtskollegen Willi und die Grünen. Innsbruck sei "zum Teil dreckig, versifft", er habe sich nur wundern können. Allein wenn er sich die laufende, umstrittene Bepflasterung beim Goldenen Dachl anschaue: "Dass der noch nicht mit dem nassen Fetzen davongejagt worden ist, fragt man sich", meinte er in Bezug auf den Bürgermeister. Willi sei "reif für die Abwahl." Lassenberger hingegen der Garant, dass sich das alles ändere, so Rabl, der einmal mehr die Vorzüge von Wels seit seiner Amtsübernahme hervorstrich. All das könne auch in Innsbruck gelingen.

Nicht gerade zimperlich war zuvor auch FPÖ-Stadtparteiobmann Rudi Federspiel mit dem Stadtchef und seinen Grünen umgegangen. Unter Willis Amtszeit sei Innsbruck "grün, links und versifft" geworden: "Die Menschen haben darunter gelitten." Federspiel malte ein düsteres Szenario im Falle eines grünen Wahlsieges an die Wand: "Wenn es jetzt nicht passiert, dann sind wir paniert." Und schließlich übermittelte er auch noch "die besten Wünsche und Grüße unserer Bundesparteiobmannes Herbert Kickl." Er habe ihm gesagt, dass man das "Ziel, Nummer eins zu werden, erfüllen wird", berichtete der Stadtparteiobmann.

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