APA - Austria Presse Agentur

Fridays for Future rufen zu globalem Klimaprotesttag auf

Nach einer monatelangen coronabedingten Pause rufen Greta Thunberg und die Klimabewegung Fridays for Future zu einem neuen global koordinierten Klimaprotesttag auf.

Je nach den geltenden Corona-Regelungen werde am kommenden Freitag sowohl auf den Straßen als auch digital auf vielfältige und sichere Weise demonstriert, sagte Thunberg am Freitagabend auf einer Online-Pressekonferenz.

"Wir tun das, um ein Signal zu senden, dass wir diese Krise als Krise behandeln müssen. Das hier ist ein globaler Notfall, der viele verschiedene Formen annimmt", sagte Thunberg. Am wichtigsten sei es, darauf hinzuweisen, dass diejenigen am meisten unter den Folgen des Klimawandels litten, die am wenigsten dafür könnten.

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Fridays for Future rechnet für Freitag, 25. September, mit Tausenden Protestaktionen in aller Welt. In Wien ist ein Großstreik geplant, der unter andern auch von Greenpeace, Global 2000, dem WWF und Amnesty International unterstützt wird. Aber auch in den anderen Bundesländern werden Großdemonstrationen stattfinden.

Im vergangenen Jahr hatten sich Hunderttausende bis Millionen Menschen weltweit an mehreren global koordinierten Protesttagen beteiligt, um ihre Regierungen zu mehr Klimaschutz aufzurufen. Wegen der Corona-Pandemie waren größere Straßenproteste in diesem Jahr bisher nicht möglich.

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Für Thunberg ist es seit Monaten ein Anliegen, die Aufmerksamkeit weg von sich und hin zu Aktivisten in den Ländern zu leiten, die bereits heute besonders stark von der Klimakrise betroffen sind. Auf der Pressekonferenz überließ sie deshalb jungen Klimaschützern aus anderen Teilen der Welt das Wort. "Wir kämpfen für die Gegenwart, nicht für die Zukunft", sagte etwa die Argentinierin Nicole Becker. Mitzi Jonelle Tan von den Philippinen monierte, dass ihre Heimat ganz besonders von der Klimakrise betroffen sei, obwohl die Philippiner mit ihren Emissionen kaum zum Klimawandel beitrügen.

Thunberg meldete sich nur kurz zu Wort: "Ich bin privilegiert genug, in einem privilegierten Teil der Welt zu leben. Ich bin vermutlich die uninteressanteste Person in dieser Pressekonferenz", sagte sie.