APA - Austria Presse Agentur

Geländer bohrte sich bei Unfall in der Steiermark in Pkw

Von einem "Osterwunder" spricht die Freiwillige Feuerwehr Preding in der Steiermark nach einem schweren Autounfall in Hengsberg (Bezirk Leibnitz): Die Lenkerin eines Wagens war Sonntagfrüh von der Straße abgekommen und gegen ein Brückengeländer gekracht. Dieses bohrte sich in den Fahrgastraum hinein. Kurz bevor das Wrack in Flammen aufging, zog ein durch den Knall aufmerksam gewordener Anrainer die verletzte Frau aus dem Pkw und rettete ihr damit wohl das Leben.

Die Lenkerin war am Ostersonntag in einer mit Tempo 70 beschränkten Zone der Schröttenstraße (L601) nahe des Gasthauses "Bacherlwirt" in Richtung Preding unterwegs, als sie gegen die Brücke fuhr. "Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass das Geländer auf der Länge von rund zehn Metern aus seiner Verankerung gerissen wurde, fahrerseitig den Motorraum völlig zerstörte und auch noch im Bereich des Fahrersitzes in die Fahrgastzelle eindrang. Durch den Aufprall wurde das Fahrzeug samt Geländer in den unter der Brücke verlaufenden Bach geschleudert", hieß es in der Aussendung der Feuerwehr.

Durch den lauten Knall des Unfalls wurde ein Nachbar aufmerksam, der zur Hilfe eilte und laut den Einsatzkräften "keine Sekunde zu früh, denn das Fahrzeug war in Begriff, Feuer zu fangen, aus dem Motorraum stieg Rauch auf". Der Nachbar sei zum Lebensretter geworden, weil er zog die Verletzte aus dem Fahrzeug, ehe es in Flammen stand. Die Lenkerin sei ansprechbar gewesen und habe Verletzungen an Kopf und Oberkörper erlitten, allerdings nicht lebensbedrohlich, so die Feuerwehr. Sie wurde vom Notarzt ins Spital gebracht.

"Angesichts der Schwere des Unfalls und den Umständen, dass sich das Brückengeländer zuerst bis zur Rückenlehne des Fahrersitzes in das Auto gebohrt hat und das Fahrzeug dann auch noch Feuer gefangen hat", könne man von einem "echten Osterwunder" sprechen, dass die Lenkerin lebend aus diesem Auto gerettet werden konnte, so die Feuerwehr.