APA - Austria Presse Agentur

Grammy-Preisträger Illko will öfter in Österreich spielen

Der Steirer Markus Illko, der mit seinem Ensemble The String Revolution den Grammy in der Kategorie "Best Arrangement Instrumental" gewonnen hat, würde gerne öfter in Österreich spielen. Seit er den prestigeträchtigen Musikpreis erhalten hat, mehren sich auch die Angebote in den USA, berichtete er im APA-Interview. Für sein Arrangement von Johnny Cashs "Folsom Prison Blues" hat Illko mit dem Gitarristen Tommy Emmanuel und Cashs Sohn John Carter Cash zusammen gearbeitet.

Der 1981 geborene Steirer Illko startete seine Musikerlaufbahn mit 13, als er "heimlich" die ersten Gitarrenstunden in Kapfenberg nahm. Der Grund: "Meinen Eltern ist das Geld ausgegangen." Er habe so viel gemacht und kurz darauf beendet, dass die familiären Ressourcen einfach nicht ausgereicht hätten. Der Weg sollte diesmal nicht so schnell enden. Nur drei Jahre später wurde Illko als einer der Jüngsten seines Jahrgangs an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz aufgenommen.

Den klassischen Gitarristen, der sich ebenso auf Jazz konzentrierte, führte der Weg auch nach Barcelona, wo er die Flamenco-Gitarre für sich entdeckte. Der Latin-Schwerpunkt sollte ebenso Teil seines Repertoires bleiben. Für sein nächstes Projekt geht es in die Karibik. Geplant ist ein Album mit Andrew Tosh, dem Sohn von Reggae-Legende Peter Tosh. "Das wird ein Reggae-Revival mit zahlreichen jamaikanischen Musikern", verriet er bereits dem "Standard".

Den Grammy gewann The String Revolution aber mit einem ganz anderen Sound. Ihre Version des "Folsom Prison Blues" hat die Gruppe in Johnny Cashs einstigem Studio in Nashville aufgenommen. Bei der preisgekrönten Aufnahme handelt es sich um den nur zweiten Take gemeinsam mit Tommy Emmanuel. "Ich dachte, es ist ein Soundcheck", berichtete Illko von der Recording Session. Emmanuel, einer der bekanntesten Gitarristen seines Genres, war jedoch überzeugt.

Illkos Fähigkeiten als Arrangeur ist es zu verdanken, dass ein so viel strapazierter Song wie "Folsom Prison Blues" doch wieder neu klingen kann. "Der Trick ist, nicht zu viel zu spielen", beschrieb er seinen Ansatz. Am Ende habe es gleich mehrere Versionen des Arrangements gegeben. Dabei kann Illko auf zwei nicht weniger versierte Partner bei The String Revolution bauen: Janet Robin und Rober Luis sind Namen in der Gitarrenszene, die ebenfalls für sich alleine stehen.

Illko als Gitarristen zu bezeichnen ist aber zu kurz gegriffen, verdiente er sich doch auch als Komponist für Werbejingles und Filmproduktionen sowie als Musikproduzent seine Sporen in Los Angeles. Obwohl er das sonnige Klima in Kalifornien bevorzugt, ist er doch öfter in Österreich anzutreffen, wo er gerne öfter spielen will, auch solo. Zumindest zu Besuch in seiner alten Heimat ist Illko schon kommende Woche. Er plant, für kurze Zeit nach Wien zu kommen.