APA - Austria Presse Agentur

Hagel: Bisher größtes Schadensereignis bei OÖ Versicherung

Die Hagel-Unwetter Ende Juni haben der Oberösterreichischen Versicherung das größte Schadensereignis der Firmengeschichte beschert.

Das teilte das Unternehmen am Freitag in einer Aussendung mit. "Mehr als 13.000 Schäden sind bereits in Bearbeitung. Es kommen immer noch neue dazu. Die Schadenleistungen betragen bereits rund 82 Mio. Euro", rechnete Generaldirektor Othmar Nagl darin vor.

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Darunter sei eine hohe Zahl an Kasko-Schäden. Man schätzt, dass sich das Ausmaß allein bei verbeulten Fahrzeugen auf bis zu 15 Mio. Euro belaufen wird. Dass viele Firmen - von Autowerkstätten bis hin zu Dachdeckern - unter Material- und Personalknappheit leiden, spitzt die Situation weiter zu. "Wir gehen leider davon aus, dass manche Betroffene mit einem Provisorium in den Winter gehen müssen. Das begünstigt wiederum mögliche Folgeschäden, die sich erst im Frühjahr zeigen werden", so Nagl.

Abgesehen von den Hagelschäden sind Nagl und seine Vorstandskollegin Kathrin Kühtreiber-Leitner mit dem ersten Halbjahr 2021 ganz zufrieden: Im Kerngeschäft - der Schaden-Unfall-Versicherung - legte man um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Das Wachstum werde vor allem vom Gewerbebereich und den Kfz-Versicherungen getragen. Bei den Lebensversicherungen gab es ein Minus von 1 Prozent - das ist weniger als aufgrund der Niedrigzinssituation und der abreifenden Verträge aus der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge erwartet worden war. Insgesamt rechnen die beiden Vorstände auch für das aktuelle Versicherungsjahr mit einem Prämienvolumen von rund 460 Mio. Euro.