Foto von Anna Roguszczak von Pexels

Hilferuf: Handzeichen für häusliche Gewalt rettete vermisste Teenagerin

Ein Handzeichen, das auf häusliche Gewalt aufmerksam macht, rettete eine vermisste Teenagerin, die sich bei einem Taxifahrer bemerkbar machte.

Triggerwarnung: In diesem Beitrag geht es um Gewalt gegen Frauen.

Es ist eine einfache Geste, die Leben retten kann: Zu Beginn der Corona-Pandemie entwickelte die kanadische Frauen-Stiftung (Canadian Women's Foundation) ein verstecktes Handzeichen, das auf häusliche Gewalt aufmerksam machen soll. Betroffene Frauen können sich so beispielsweise in Anwesenheit des Täters oder in Video-Calls bemerkbar machen. 

Das Handzeichen, das auf TikTok populär gemacht wurde, rettete nun eine vermisste Teenagerin in den USA.

Für dich ausgesucht

Handzeichen bei häuslicher Gewalt

In vielen Fällen kontrolliert der gewalttätige Partner das Handy und lässt kaum Privatsphäre zu. Das Handzeichen bei häuslicher Gewalt wurde initiiert, um es Betroffenen zu erleichtern, Hilfe zu holen, ohne etwas sagen zu müssen.

Dazu hebt man die flache Hand, gibt den Daumen in die Handfläche und schließt die restlichen Finger zu einer Faust. Wer dieses Zeichen sieht, sollte versuchen, unauffällig die Polizei zu verständigen und sofort Hilfe holen.

Hilferuf mit TikTok-Geste: Teenagerin gerettet

Wie US-Medien berichten, sei die 16-Jährige vermisst worden und hätte die durch Social Media populär gemachte Geste verwendet, um sich bei einem Taxifahrer bemerkbar zu machen. Die junge Frau saß als Beifahrerin neben einem älteren Mann, als sie dem Taxifahrer im Nebenauto das Handzeichen gab. Der Vorfall soll sich letzten Donnerstag in Kentucky ereignet haben. 

"Der Helfer befand sich hinter dem Fahrzeug und bemerkte, dass eine Beifahrerin Handgesten machte, die auf der Social-Media-Plattform TikTok bekanntermaßen auf Gewalt zu Hause aufmerksam machen", heißt es in einer Erklärung von Sheriff John Root.

Der Taxifahrer soll die Polizei gerufen haben, die den 61-Jährigen Täter festgenommen hat. Der Mann wurde unter anderem wegen Besitzes von Material, das angeblich sexuelle Inhalte der Minderjährigen zeigte, beschuldigt. Die junge Frau sei in einem nahegelegenen Spital auf mögliche Verletzungen untersucht worden sein, bevor sie zu ihrer Familie zurückkehren konnte. Die Teenagerin wies keine physischen Verletzungen auf.

Für dich ausgesucht

Brauchst du Hilfe?