Harmloses Paket bei Grazer Zeugen Jehovas sorgte für Einsatz

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Ein verdächtiges Paket nahe des Königreichssaals der Zeugen Jehovas im Grazer Bezirk Eggenberg hat Donnerstagabend für einen großen Einsatz gesorgt. Sprengstoffexperten gaben aber rasch Entwarnung: Es handelte sich letztlich um ein falsch zugestelltes Paket mit Bekleidung als Inhalt. Nach der Entwarnung wurden sämtliche Absperrmaßnahmen wieder aufgehoben. Verletzt wurde niemand, hieß es am Freitag seitens der Landespolizeidirektion Steiermark.

Gegen 19.00 Uhr hatten Mitglieder der Glaubensgemeinschaft bei der Polizei angerufen und das nicht zuordenbare Paket gemeldet. Es war am Eingangsbereich abgestellt worden. Zahlreiche Streifen und die Sprengstoffexperten der Polizei rückten an und sperrten den Einsatzort großräumig ab. Dutzende Angehörige der Glaubensgemeinschaft sowie Bewohnerinnen und Bewohner umliegender Häuser brachten sich in Sicherheit. Das Rote Kreuz wurde ebenfalls vorsorglich gerufen.

Die Experten des Entschärfungsdienstes setzten wie schon vor wenigen Wochen in Kalsdorf ein spezielles Röntgengerät ein, um das Paket zu durchleuchten. Es stellte sich rasch heraus, dass es ungefährlich ist. Es wurde nur Bekleidung darin gefunden.

Indessen liefen die Ermittlungen nach den Sprengsätzen im Umkreis von Königreichssälen in Leibnitz und Kalsdorf weiter. "Nach den ersten Hinweisen und jüngsten Erkenntnissen hinsichtlich eines sehr wahrscheinlichen Zusammenhangs der beiden Vorfälle hat die Polizei ihre seit Beginn an eigens eingesetzte Ermittlungsgruppe personell und strukturell erweitert", hieß es am Freitag. Die federführenden Beamten des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) würden von Kriminalisten aus unterschiedlichen Bereichen des Landeskriminalamtes (LKA) Steiermark interdisziplinär unterstützt. Zusätzliche Expertise wird von den Sprengstoff-Experten der Polizei (SKO), dem Entschärfungsdienst (ESD) des Einsatzkommandos Cobra sowie von diversen Kriminaltechnikern unterschiedlicher Sparten bereitgestellt.

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